Dritte Flotte

Aphatraxus Kymerii

Lebenslauf

Die Familie Kymerii von Uviuy Exen hat eine lange Soldatentradition. Aphatraxus allerdings brachte es auf der Annihilator gerade einmal so zum Unteroffizier und genoss dabei nicht den besten Ruf. Nachdem die Loyalisten alle offensichtlichen Verräter auf der Annihilator ausgesiebt hatten, wurden Tausende prophylaktisch weggesperrt und mussten ihr Dasein in einem abgeriegelten und schwer gesicherten Bereich fristen, während der militärische Abschirmdienst mühsam jeden einzelnen Fall sorgfältig prüfte. Im Fall des Militärpolizisten Kymerii war das besonders schwierig, weil ihm viele, die ihn kannten, ein schlechtes Zeugnis ausstellten, darunter auch Tordesian Veleany, einer der Helden des loyalen Widerstands auf der Annihilator. Veleany bezeichnete ihn als disziplinlosen, schlechten Soldaten. Nachdem der Abschirmdienst dann endlich Kymerii von allen Verdachtsmomenten reingewaschen hatte, blieb der bittere Nachgeschmack und man beschäftigte ihn gerade einmal als Gefängniswache weiter, an der Seite derselben Kriminellen, Verräter und unsicheren Fälle, aus denen man ihn gerade erst ausgesiebt hatte. Kymeriis Verbitterung wuchs ins Unermessliche.

Auch Kymeriis Bruder, Bephatraxus, war Wärter, allerdings auf der Gefängniswelt Vendaxa — und damit auf der "Gegenseite", seit die Soldaten der Dritten Flotte vom Imperium offiziell zu Staatsfeinden erklärt worden waren. Jener Kymerii hatte ebenfalls einen Ruf als schlimmer Sadist und war quälte die Kriegsgefangenen in der Tat mit Wonne. Bei einem Gefängnisaufstand, der Kisoogi zur Flucht verhalf und letzten Endes zur Befreiung der Kameraden durch die Dritte Flotte führte, erklomm neben weiteren "Dreckfressern" auch der seelisch mittlerweile völlig zerrüttete Private Selloinne die Empore, auf der die Wächter ihren Dienst versahen, und im folgenden Tumult rächte sich Selloinne bitter an dem grausamen Wachmann: er hob ihn mit seiner ganzen Kraft über die Brüstung und ließ ihn in den Tod stürzen. Einige Tage später sollte Selloinne dafür auf Geheiß des Gefängnisdirektors als warnendes Beispiel für die anderen Aufständischen hingerichtet werden. Doch das Eingreifen der von Kisoogi hergeführten Dritten Flotte kam der Vollstreckung des Urteils zuvor.

Als Aphatraxus Kymerii durch einige Ausbrecher von der "Heldentat" Selloinnes hörte, hatte er endlich ein Ziel für seinen angestauten Frust. Seither sehnte er sich nur noch um Rache an dem Mörder seines Bruders. Es gelang ihn, Flottenadmiral Androx persönlich bei einem Besuch auf Naboo abzupassen, wo er zur Bewachung einiger Kriegsgefangener abgestellt war, und ihn erfolgreich um Versetzung zur Ace of Sabres zu bitten, angeblich, um sich auf dem hochriskanten verdeckten Einsatz als Pirat doch noch Chancen auf eine Karriere zu verdienen.

So kam er auf Vergesso Prime endlich in Selloinnes Nähe und es gelang ihm auch, die Sanitäterinnen Jil Sa-Vin Zaterniphal und Varia Uhe zu seinen Komplizinnen zu machen: Jil hasste Selloinne wegen unerwiderter Liebe, während Varia das gleiche Problem mit Chief Veleany hatte, jenem "Helden", dem Kymerii seiner Meinung nach seine aussichtslose Laufbahn zu verdanken hatte. Indem er Varia half, den Chief diverser Disziplinlosigkeiten zu beschuldigen und Beweise dafür zu fingieren, erkaufte er sich die Zeit für seinen eigenen Racheplan und nahm gern in Kauf, darüber Varia zu opfern. Jil hingegen half ihm dabei, Karva Selloinne in eine Falle zu locken. Als sie ihm später bei der Folterung helfen sollte, erkannte Jil jedoch, was sie Furchtbares getan hatt, besann sich anders und versuchte Kymerii aufzuhalten. Dieser überwältigte und vergewaltigte sie jedoch und sie konnte ihm nur mit knapper Not entkommen.

Kymerii flüchtete daraufhin dank einiger Schmuggler nach Vohai, wo er sein Opfer tagelang weiterquälte und verstümmelte. Am Ende wollte er Karva auf dieselbe Weise töten wie diese einst seinen Bruder, und wollte ihn in eine tiefe Schlucht stürzen. Die "Dreckfresser" kamen gerade noch rechtzeitig. Karvas bester Freund, Terrge, nahm grausame Rache und stürzte Kymerii bei vollem Bewusstsein selbst in diese Schlucht.