Dritte Flotte

Japu

Lebenslauf

Japu wurde auf Empress Teta und damit tief in den Kernwelten geboren und entstammt nach eigener Aussage einer Familie, die womöglich Jahrtausende zurückreicht: seine Vorfahren hätten vermutlich stets von Empress Teta gestammt und seien nicht von anderen Welten her immigriert. Auch er selbst sei vor seiner Einberufung niemals von zu Hause weg gewesen. Mit seiner Herkunft habe es auch zu tun, dass seine Familie keine Vor- und Nachnamen kenne, sondern einfach nur... Namen: "Kaiser Palpatine brauchte ja schließlich auch nur einen Namen", sagt er dann, wann immer ihn jemand darauf anspricht.

Zahlreiche alte Gangtätowierungen weisen darauf hin, dass Japu eine kriminelle Vergangenheit haben könnte. Darüber spricht er zwar nicht, aber er macht dafür kein Geheimnis daraus, dass er vor seiner Einberufung zum Militärdienst ein aktives Mitglied der COMPNOR war und an politisch gewollten Straßenschlachten und Überfällen ihrer Schlägertruppe CompForce teilgenommen hat. Obwohl ihm mit dem üblichen Misstrauen und der Verachtung durch seine regulären Kameraden begegnet wurde, hatte Japu dadurch nur wenige Nachteile zu erleiden. Wer hätte das auch wagen sollen?

Aufgrund seiner mangelhaften Ausbildung bei CompForce ist es nicht verwunderlich, dass Japu vor seiner Indienststellung trotz seiner Kampferfahrung noch nach Carida geschickt wurde: die körperlichen Tests bestand er zwar mit Leichtigkeit, die theoretischen Fortbildungskurse und auch das grundsätzliche soldatische Verhalten waren einem Berufsschläger wie ihm dagegen nur schwer zu vermitteln. Japus Meinung dazu: "Ich hab' nie keine Schule nich' gebraucht. Was ich lernen wollte, hab' ich auch so gelernt. Das letzte Mal, als ich in 'ner Schule war, hab' ich sie in Brand gesteckt."

Japu war so lange bei CompForce aktiv, dass ihm mit Mitte Dreißig gerade erst sein zehnjähriges Dienstjubiläum bei den Sturmtruppen bevorsteht. Er müsste dennoch eigentlich längst zum Unteroffizier aufgestiegen sein; doch ständige Verwundungen einerseits und seine schlechte Führung andererseits — inklusive wenigstens einer Degradierung — haben ihm die Karriere versaut. Allerdings sagt Japu auch selbst: "Ich kämpfe nicht für den Ruhm oder eine fette Pension. Wofür ich kämpfe, das wird ein Regulärer niemals verstehen."

Wie die meisten Veteranen in seinem Alter hat Japu sich bereits damit abgefunden, dass er als Frontsoldat vermutlich kein langes Leben haben wird, und ist zu dem Schluss gekommen, dass man seine Zeit dann am besten in vollen Zügen genießen sollte. Bis es einen erwischt, sollte man seiner Meinung nach so viel wie möglich saufen, feiern und anderen Vergnügungen nachgehen. Zu letzteren trifft er sich hin und wieder mit Sergeant Auphealia Darmid und einigen anderen Frauen aus der Truppe, die ihm meistens seine Kameraden vorstellen, etwa Lilia Collieu, Nuan Ju Sharratt oder Varia Uhe; auch mit nichtmenschlichen Frauen lässt er sich inzwischen ein, beispielsweise mit Susi Nargees. Überhaupt ist er trotz oder gerade wegen seiner etwas finsteren Erscheinung recht beliebt bei den Frauen, was auch an seiner Feierlaune und seiner peniblen Körperhygiene liegen könnte. Sein einziger ernsthafter Versuch einer festen Bindung war jedoch mit Lenna Tangor costed Noltan, aber über diese traurige Geschichte redet er nicht.