Dritte Flotte

Tyerell Silja

Lebenslauf

Eines von Siljas Interessen sind Podracer, luxuriöse Landspeeder und andere Gleiter. Leisten kann er sich jedoch keinen, und er hätte ja sowieso keine Gelegenheit, ihn zu fliegen. Aber wann immer er Landgang hat, versucht er, ein Rennen zu sehen, und wenn keines stattfindet, mietet er sich hin und wieder einen schnellen Flitzer, um selbst den Rausch der Geschwindigkeit zu erleben. Angesichts seiner miserablen Reflexe ist das allerdings gar keine so kluge Idee. Vor etwa zehn Jahren wurde er einmal sogar von der Militärpolizei verhaftet, weil er bei der Teilnahme an einem illegalen Straßenrennen einen Unfall verursachte und dabei Menschenleben gefährdete; danach war es mit seiner Chance auf eine Karriere so ziemlich vorbei. Kürzlich wurde er zwar noch einmal zum Corporal befördert, aber Unteroffizier wird er wohl nie werden.

Der Rennsport ist eine Leidenschaft, die Silja von seinen Eltern geerbt hat. Sie waren beide Fernmeldetechniker in den Klonkriegen und wurden in dieser Zeit immer wieder auf einem provisorischen Horchposten auf dem Mond Trohlu im Aleen-System stationiert. Dort war der Rennsport generell sehr beliebt und stellte für die isolierten Soldaten eine der wenigen Freizeitvergnügungen dar. So lernten sich die beiden kennen, kamen einander über die gemeinsame Leidenschaft näher — und bei einer anderen der wenigen Freizeitbeschäftigungen entstand dann ihr Sohn. Der Stützpunktkommandeur duldete ihre Beziehung stillschweigend und schuf sogar eine Möglichkeit, wie sie auch ihren Sohn in dieser Abgeschiedenheit großziehen konnten. Nach der Gründung des Imperiums wurde der Horchposten zu einer dauerhaften Einrichtung ausgebaut und die beiden Liebenden für mehere Jahre in leitenden Positionen dort eingesetzt, heirateten aber erst, als sie durch eine drohende Versetzung des Vaters getrennt werden sollten.

Dem Rennsport verdankt Silja auch seinen Vornamen: Beide Eltern waren große Fans des Lokalmatadors und Podracer-Piloten Ratts Tyerell, der 36 v. E. auf Tatooine verunglückte, und tauften ihren erstgeborenen Sohn nach ihrem Idol. Natürlich muss Tyerell Silja unter den mehrheitlich rassistisch geprägten Sturmtruppen gewisse Repressalien fürchten, weil er nach einem Alien benannt wurde, und deshalb stellt er sich in der Regel nie mit Vornamen vor — vermutlich kennen diesen innerhalb seines Trupps höchstens Havastath und Everston, ansonsten nur Vorgesetzte, die in seine Dienstakte schauen.