Dritte Flotte

Lenna Tangor costed Noltan

Krankenakte

Physisches Datenblatt

Übersicht
Ererbte med. Charakteristika
  • Erbkrankheit: Hermaphroditismus verus mit Karyotyp 46,XY (Swyer-Syndrom); Auf Grund der Erbkrankheit darf das hormonelle Implantat nicht entfernt werden und muss ständig überwacht werden
Erworbene med. Charakteristika
  • lange Narbe neben dem linken Auge
  • unauffällige Narbe unter dem Kehlkopf
  • Verbrennungsnarbe am Rücken
Bioimplantate
  • Hormonelles Implantat mit den Inhaltsstoffen: Estradiol, Norethisteronacetat und je nach Bedarf andere Östrogene; muss alle drei Monate neu eingestellt und überprüft werden

Psychisches Datenblatt

Allgemeiner Eindruck

Lenna wirkt wie eine äußerst rationale Person. Sie zeigt ungern Emotionen, auch wenn es ihr nicht immer gelingt diese zu verbergen. Ohne Unterlass versuchte sie Distanz zwischen sich und den Fragenden zu wahren. Auch wenn sie eher ruhig und kühl wirkt, so ist diese eine Fassade, die sie allem Anschein nach vor allem deswegen aufbaute um nicht zu viel von ihrer Person zu verraten. Fragen zu ihrer Familie oder ihrer Kindheit weist sie bestimmt zurück. Aus ihren Antworten klare Schlüsse ziehen zu können war nicht immer ganz einfach. Ihr Humor ist eher schwach ausgeprägt. Sie ist kaum zu spontanen Antworten fähig und ist wenig schlagfertig bei Gesprächen.

Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen

Die Ausprägung von Lennas Selbstvertrauen ist nur schwer einzuschätzen.
Sie reagiert auf neue oder ungewöhnliche Situationen rational und versucht jedes Problem mit Geduld und Vernunft zu lösen. Dabei lässt sie sich kaum aus der Ruhe bringen und sie zeigt keine Angst davor zu versagen.
Allerdings ist sie im Umgang mit anderen manchmal geradezu unbeholfen und das hängt vor allem von der Situation ab. Sich durchzusetzen, wenn sie ein Ziel erreichen muss, scheint ihr leicht zu fallen. Persönliche Anliegen - egal ob der reine Kontakt zu anderen Personen oder sogar tiefer gehende Beziehungen - kann sie praktisch gar nicht umsetzen.
Sie lässt sich dann von Kleinigkeiten und Nebensächlichkeiten aus der Ruhe bringen, reagiert ungewöhnlich emotional und neigt dabei sogar leicht zum Kontrollverlust.

Solange sie nur berufliche Anforderungen erfüllen muss, ist sie selbstsicher und souverän, aber ihre eigenen Anliegen bereiten ihr größte Schwierigkeiten.

Bildungsgrad, Auffassungsgabe

Obwohl in Lennas Familie kein großer Wert auf Allgemeinbildung gelegt wurde, wurde ihre Bildung stark gefördert. Sie zeigt Interesse an neuen Themen und kann diese auch schnell aufnehmen. Eine gute Auffassungsgabe und ein gutes Gedächtnis helfen ihr auch komplexe Sachverhalte erfassen und verarbeiten zu können. Sie spricht schon vier Sprachen und hat vor sich in nächster Zeit für eine neue Sprache, die sie lernen möchte, zu entscheiden.

Loyalität und politische Einstellung

Dank der Indoktrinierung der COMPNOR vertraut Lenna auf die Neue Ordnung. Sie zeigt eine ähnlich fatalistische Einstellung zu dieser wie andere COMPNOR Mitglieder. Nur ihre ruhige Art verhüllt zumindest teilweise, dass sie die Neue Ordnung ebenso verehrt wie es die anderen bei der COMPNOR auch tun. Jegliche Aussagen, die den Prinzipien der Neuen Ordnung zuwider laufen, werden von ihr lächerlich gemacht oder dementiert. Lenna ist dem Imperium also absolut treu.

Soziales Verhalten - Gruppen
>

Gemeinsam mit anderen zu arbeiten ist für sie eine zweischneidige Angelegenheit. Einerseits macht es ihr Spaß sich mit anderen in einem professionellen Umfeld auszutauschen, auf der anderen Seite kann sie enge Beziehungen kaum oder gar nicht eingehen. Daher arbeitet sie gut mit anderen zusammen, solange diese nicht verlangen mit ihr mehr Kontakt zu haben. Ihre ständige Angst, jemand könnte merken, dass sie nicht ist, wonach sie aussieht, macht sie gesellschaftlich fast schon unbrauchbar.

Andere beschreiben ihre Arbeitsweise als ordentlich und schnell, obwohl die meisten Leute, die je mit ihr gearbeitet haben, im selben Atemzug auch sagen, dass ihre Sachlichkeit manchmal auch nervt, weil sie damit häufig die lockere oder eben angenehme Arbeitsatmosphäre trübt.

Soziales Verhalten - Männer

Lenna hat in ihrem Leben keine nennenswerten sexuellen Erfahrungen sammeln können. Sie reagiert auf Komplimente nicht selten mit spaßhafter Zurückweisung und/oder Misstrauen. Um nicht zurückgewiesen zu werden, lehnt sie Kontakte zu Männern, die über eine dienstliche Zusammenarbeit hinausgehen, kategorisch ab. Überhaupt reagiert sie auf Männer, die ihr Avancen machen, komplett anders als auf andere Personen. Urplötzlich wird sie geradezu aggressiv und zeigt eine ungewöhnliche Dominanz, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dem sonst unterdrückten männlichen Emotionsanteil zuzuschreiben ist. Das fatale an der Situation ist, dass sie sich zu Männern durchaus hingezogen fühlt, dies aber als widernatürlich empfindet, da sie ja laut ihrem genetischen Aufbau ein Mann wäre. So findet sie sich selbst widerlich und schämt sich ihrer Gefühle gegenüber Männern.

Soziales Verhalten - Frauen

Auch hier ist die Situation verfahren. Einerseits beneidet sie andere Frauen dafür, dass sie völlig natürlich das sind, was sie eben sind, auf der anderen Seite fühlt sie sich gezwungen sie zu mögen oder sich ihnen sogar hingezogen zu fühlen. Diese Einstellung - nämlich das ihr Verhalten ein männliches sein müsste - macht es ihr extrem schwierig einfache Freundschaften und vor allem Vertrauen zu anderen zu fassen.
Andere Frauen fühlen sich in ihrer Gegenwart nicht selten unwohl, weil sie im schlimmsten Falle ein geradezu machohaftes Verhalten an den Tag legt.

Soziales Verhalten - Aliens

Die Einschätzung ihres Verhaltens gegenüber Aliens war mitunter eine der schwierigsten. Sie äußert sich nicht negativ über Aliens, hat aber auch nie Freundschaften zu diesen gepflegt. Ihr Interesse an fremden Sprachen bringt mit sich, dass sie sich mit Aliens gerne unterhält und zumindest einige Worte in deren Sprache zu sprechen lernt. Es ist anzunehmen, dass sie keinerlei rassistische Veranlagungen hat.

Verhältnis zur eigenen Erkrankung

Lenna sieht ihre Krankheit als Schande und große Schwierigkeit an. Sie redet nicht darüber und wenn sie es tut, tut sie die Situation als "normal" ab. Im Alltag scheint sie dies kaum zu belasten und bis zu einem gewissen Grad hat sie sich damit wohl auch arrangiert. Trotzdem ist ihr ein völlig normales Leben nicht möglich, weil die anfänglichen Zurückweisungen ihrer Eltern das (eigentlich entscheidende) Trauma verursachte an dem sie noch heute arbeiten muss. Es gab bis jetzt auch noch keinen Versuch von ihrer Seite oder von der Seite der Eltern sich mit ihr zu versöhnen.

Es würde ihr ungemein helfen, wenn sie jemanden hätte, der ihr Verständnis entgegen bringt und zu dem sie Vertrauen fassen kann.

Eignungsgrad

Prinzipiell ist Lenna voll tauglich, allerdings sollte ernsthaft geprüft werden, welchen Karrierezweig sie bei der Marine einschlagen soll. Auf den ersten Blick eignet sie sich sicher als Offizier, aber auf Grund ihrer Vergangenheit bei der COMPNOR könnte dies zu einer noch größeren Ausgrenzung führen. Das wäre nicht nur ihrer Karriere abträglich sondern auch ihrer Effektivität.