Dritte Flotte

Coratanni "Zahnfee" Darerizz

Lebenslauf

Eigentlich sind Coratanni und ihr Bruder, Carmenionus, die Kinder eines Richters, doch nachdem die Mutter sie bei der Trennung widerrechtlich mitnahm, sie mit sich nach unten zog und schließlich in der Gosse endete, wuchsen die Kinder hauptsächlich bei verschiedenen Pflegefamilien auf.

Etwa mit zwölf Jahren kümmerten sich die beiden Geschwister jedoch selbst ums Überleben, lernten sich auf der Straße durchzuschlagen und schlossen sich bald einer Bande an, in deren Diensten sie ganz unterschiedliche Arten von Verbrechen begingen, von Betrug und Hehlerei bis hin zu Einbrüchen, Raub und Körperverletzung. Ein Wiedersehen mit dem Vater gab es erst, als er eines Tages zufällig über seine eigenen Kinder urteilen sollte, dadurch herausfand, dass sie noch lebten, und sich in der Folge natürlich für befangen erklären musste. In der Folgezeit bemühte er sich, die beiden vom rechten Weg abgekommenen Kinder zu unterstützen, doch v. a. Carmenionus nahm seine Hilfe nicht gerne an und wandte sich mit der Zeit wieder vom Vater ab. Als die beiden Geschwister erneut geschnappt wurden und diesmal nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden sollten, war es Coratanni, die noch Kontakt zum Vater hatte und auf seinen Rat hin mit den Behörden kooperierte. Carmenionus hingegen blieb beratungsresistent und erhielt eine ungleich längere Strafe als sie. Sie selbst hielt bis zur Verfemung der Dritten Flotte einen losen Kontakt zu ihrem Vater aufrecht, obwohl sie ihn nur selten als solchen bezeichnet.

Wie das Sturmtruppenkorps für ihren Bruder, stellte für Coratanni nach ihrem Haftantritt das Fliegerkorps die einzige Chance auf vorzeitige Entlassung dar. So fanden die beiden Geschwister endlich Halt und Struktur in ihren Leben: beide erhielten sie eine zweite Chance, die sie wahrscheinlich für nichts leichtfertig aufs Spiel setzen werden. Dennoch sind in den Geschwistern immer noch Wut und Hass auf den Rest der Welt stets präsent.

Wer die beiden Geschwister miteinander erlebt, kann kaum glauben, dass sie einmal aufeinander angewiesen waren: Ihr Umgangston ist mehr als ruppig, von Beleidigungen geprägt, und gern und häufig wird es auch einmal handgreiflich zwischen ihnen. Sie haben heute anscheinend nicht mehr viel Liebe füreinander übrig und misstrauen einander zurecht. Coratanni würde sagen, dass das vermutlich an ihrem relativ freundlichen Umgang mit ihrem hilfsbereiten Trottel von Vater liegt. Was Carmenionus dazu sagen würde? Das ist doch Cora egal...