Dritte Flotte

Kilroy Teague

Krankenakte

Physisches Datenblatt

Kilroy Teague ist ein völlig durchschnittlicher, gesunder Patient: er trägt einige Narben früherer Kampfhandlungen mit sich und viele, die eher auf sein unstetes Temperament zurückzuführen sind. Sein persönliches Hygienebedürfnis ist durchschnittlich und völlig ausreichend. Von Körperschmuck scheint er nichts zu halten.


Psychisches Datenblatt

Obwohl Herr Teague ein stark extrovertierter Mensch ist, ist er dennoch nicht unbedingt gesprächig, was seine innersten Gefühle angeht, und neigt auch ein wenig zur Melancholie. Als "echter Mann" klärt er seine Probleme lieber selbst und findet auch nicht, dass sie andere etwas angehen. Er fasst nur schwer Vertrauen, erst recht gegenüber Frauen (was auf einen schwachen Mutterkomplex hinweisen könnte), aber wer sein Vertrauen einmal gewonnen hat, kann sich seiner Loyalität dafür auch umso sicherer sein. Umso persönlicher nimmt er es dann auch, wenn jemand dieses Vertrauen verspielt. Verrat nimmt er ungeheuer ernst, und gerade Verrätern tritt er deshalb auch beherzt und unversöhnlich entgegen. Überhaupt fürchtet er nichts mehr als Kontrollverlust. Deshalb hat er auch Schwierigkeiten mit Intimität.

Seine wahren Gefühle verschanzt Herr Teague hinter einer Mauer aus Provokationen und Feindseligkeit. Als aufbrausender Hitzkopf lässt er sich leicht und gern provozieren, und weil ihn Augenkontakt tendenziell eher angriffslustig stimmt wie ein in die Ecke gedrängtes Tier, meidet er diesen auch, wenn er auf Konfrontation verzichten will oder sich sogar für jemanden öffnet.

Dennoch schlägt hinter Herrn Teagues rauer Schale keineswegs ein goldenes Herz: Er gilt als skrupellos und unversöhnlich und hat eine brutale Ader, die vielen Leuten Furcht einflößt. Wittert er diese Furcht, macht er sie sich mit Freuden zunutze. Im Kampf ist er mutig und etwas unbeherrscht, aber nicht unnötig grausam. Er würde tatsächlich auch nur den Wenigsten wünschen, dass sie an der "Nachschulung" der imperialen Streitkräfte teilnehmen müssen, ein sehr verrufenes Programm, für das er einmal gearbeitet hat.

Reue über vergangene Missetaten und Versäumnisse empfindet Herr Teague anscheinend nur selten: wenn er sich überhaupt damit beschäftigt, kann er trübsinnige Gedanken recht leicht in den Hintergrund drängen und sich schöneren Dingen zuwenden. Auch über den einen oder anderen Fluchtgedanken empfindet er weniger Reue als vielmehr Erleichterung darüber, dass er sich diesem Irrweg nicht ergeben hat. Während er wenig davon hält, sich bei anderen zu entschuldigen, legt er doch Wert auf klare Fronten und sagt es anderen offen ins Gesicht, was er von ihnen hält.