Dritte Flotte

Elim Jerran "Sechs-Zwo" Cordaya

Lebenslauf

Kindheit und Jugend

Elim Jerran Cordaya wurde im warmen Klima der Provinz Attalanien auf Naboo geboren und wuchs auch dort auf. Der Schrottplatz seiner Eltern, nahe der kleinen Siedlung Alooni, war ein geeigneter Spielplatz für ihn und seinen älteren Bruder Colm. Zusammen verbrachten sie viel Zeit draußen in der Natur, auf den steinigen Hügeln und den lichten Wäldern. Mit sechs Jahren war er dann alt genug und besuchte die staatliche Schule des Dorfes. Zuerst mit Begeisterung, doch je älter er wurde, desto mehr interessierten ihn andere Dinge. Nur die Priesterin des Dorfes, die an der kleinen Schule unterrichtete, hatte es ihm angetan. Und auch wenn er jahrelang vergeblich in sie verliebt war, behielt er doch einen ausgeprägten Glauben, der ihm in den nächsten Jahren oftmals Trost spenden sollte. Mit einigen der anderen Jugendlichen des Dorfes konnte er sich auch anfreunden und mit einigen wenigen sollte er auf Jahre verbunden bleiben. Dann ging Colm auf die Akademie und seine Erzählungen weckten auch in Elim den Wunsch zu den Sternen zu reisen. Als sein Bruder dann eines Tages fortging, war er immer noch der festen Überzeugung, ihn eines Tages wieder zu sehen.

Ausbildung

Kaum war er alt genug dafür, brach er die Schule ab, was in dieser Provinz der übliche Werdegang für Teenager war. Doch dachte Elim nicht eine Sekunde daran, die Nachfolge seines Vaters anzutreten. Zusammen mit einigen anderen Jugendlichen aus dem Dorf schrieb er sich stattdessen an der alten Imperialen Akademie ein und verpflichtete sich, ohne auch nur zu ahnen, was er da tat, auf Lebenszeit. In den nächsten Wochen wünschte er sich jede Nacht, es nicht getan zu haben. Knallharter Drill, Demütigung und Strapazen warteten auf die Rekruten, dazu kamen die teilweisen desolaten Zustände in der Einrichtung, altersschwache Waffen und zerschlissene Rüstungen. Doch je mehr sie geschunden wurden, je mehr Prügel sie einsteckten, desto enger hielten die Rekruten zusammen. Keiner von ihnen ging wieder nach Hause, keiner wollte sich vor den anderen eine Blöße geben. Monatelang trainierten die Rekruten und lernten, was es hieß, ein Soldat des Korps zu sein. Im Laufe der Zeit wurden sie ein Teil der Familie.

Eineinhalb Jahre später schwenkte die Kriegsflotte des Imperiums in den Orbit und die ehrwürdige 512. Legion, die berüchtigte "Starborn", verlangte von der Akademie jeden Soldaten, den sie kriegen konnte. Sie bekam sie auch, Ehemalige, Fortgeschrittene wie Cordaya und Rekruten, die noch nicht einmal die Rüstung richtig anlegen konnten. Sie alle wurden in den aktiven Dienst gepresst und schleunigst auf dem Flug weiter ausgebildet. Für den Ruhm des Imperiums sollten sie ihre erste Schlacht schlagen.

Menas-Lo

Das Ziel der Operation im Zuge dieses Feldzuges war es, die großen Gießereien von Menas-Lo zu erobern. Einige versprengte Reste der alten neurepublikanischen Streitkräfte hatten hatten sich dort festgesetzt und sorgten ständig für Ärger. Lange wurde diese Übernahme vorbereitet und eine ganze Reihe von Spionen und Saboteuren hätten die Verteidigung lahmlegen sollen. Im Idealfall hätten die Imperialen der 512. einfach reinspazieren und die Kontrolle übernehmen können. Nach acht Stunden Anflug durch die dichte Atmosphäre des Gasriesen Larasia näherte sich die imperiale Invasionsflotte der Station Menas-Lo, einem Jahrhunderte alten Industriekomplex samt großen Habitaten. Doch als der ehrwürdige Acclamator-Kreuzer namens Renown von der sehr wohl aktiven Abwehrstellungen zerstört wurde, war allen klar, dass der Überraschungsangriff fehlgeschlagen war. Die Piloten taten ihr Bestes, um ihre Fracht lebend abzuliefern, und flogen auch noch tapfer, als das orbitale Bombardement einsetzte.

Viele der Landungsboote wurden bereits vor der Landung abgeschossen und Cordaya verlor bereits in diesen ersten Minuten viele Bekannte und Kameraden. Doch für die Trooper, die es dann am Ende lebend auf die Station geschafft hatten, ging die Schlacht erst richtig los. Die Verteidigung war gut organisiert und bestens ausgerüstet. Die Imperialen, die nicht für eine ausgewachsene Invasion ausgerüstet waren, waren von Anfang an in der Defensive.

Nur mit Mühe konnten sie sich, über die gesamte Stadt verstreut, in irgendwelchen Verstecken verschanzen und viele Soldaten verloren in diesen Tagen ihr Leben. In kleinen oder größeren Gruppen, teilweise auch alleine, versuchten sie am Leben zu bleiben und an geordneten Widerstand war gar nicht erst zu denken. Cordaya überlebte diese Zeit nur, weil ein mutiger Private die Initiative übernahm und alle Überlebenden um sich scharte, die er finden konnte. Gemeinsam harrten sie tagelang in den Ruinen eines zerstörten Wohnhauses auf Rettung.

Am 20. Tag der Bombardierung wurden die schweren Schutzschilde durchbrochen und die Stadt selber wurde in Schutt und Asche gelegt. Viele Trooper, die sich schon gerettet sahen, starben im Bombenhagel und dem Turbolaserbeschuss ihrer imperialen Verbündeten. Irgendwann war es einfach zu viel, und als die ersten Teilplattformen brennend in die Tiefe stürzten, flohen die meisten Trooper der 512. kopflos in alle Richtungen. Als sich dann erneut Landungsboote der Stadt näherten, konnten es nur die wenigsten glauben.

In weniger als zwei Wochen eroberten die einfachen Soldaten der 4413. und 4414. Infanteriedivisionen des Imperialen Heeres die Stadt. Viele Male retteten sie eingeschlossenen Troopern das Leben und deren Schande stieg ins Bodenlose. Der restliche Widerstand war dann rasch gebrochen. Doch war es ein wertloser Sieg, denn die wertvollen Gießereianlagen waren im Plasmafeuer vergangen.

Ein Schuldiger war schnell gefunden, und das Strafgericht, das nur wenig später über die 512. tagte, war kurz und hart. Kein Offizier des Kommandostabes überlebte diesen Tag.

Erebus

Diese Schlacht hatte der Legion das Genick gebrochen. Weniger als jeder vierte Trooper hatte überlebt und selbst die Überlebenden waren mehr tot als lebendig. Wie geprügelte Hunde wurde die Legion nach Erebus verlegt, dem Sektor-HQ des Korps. Dort fand eine weitere Bestrafung statt, unter dem wachsamen Auge des Imperialen Sicherheitsbüros. Sie gingen subtiler vor als die Leute des Admirals, aber weitaus grausamer. Die ehrwürdige 512. Legion, die seit über dreißig Jahren für das Imperium in den Kampf zog, wurde in Schande aufgelöst und ihr Name sollte niemals wieder vergeben werden. Die heimatlosen Trooper wurden neu zusammengewürfelt und über das gesamte Imperium verstreut. Die meisten, die Elim aus der Akademie kannte, waren tot, und auch die meisten derer, die überlebt hatten, sah er an diesem Tag das letzte Mal. Aber als schließlich der Befehl zum Abmarsch kam, war jeder froh, diesem Albtraum entkommen zu sein.