Dritte Flotte

Dr. Crank

Krankenakte

Physisches Datenblatt

Dr. Crank ist nach den Maßstäben seines Volkes ein alter Mann, dem nicht mehr viele Jahre bleiben. Er lehnte eine medizinische Untersuchung durch imperiale Fachärzte ab, soweit er sie vermeiden konnte, und machte keine Angaben zu seinem Befinden. Zweifellos leidet er unter einigen üblichen Altersbeschwerden wie erhöhtem Blutdruck, Gliederschmerzen und den allgemeinen Folgen von Bewegungsmangel; er ist allerdings untergewichtig und wirkt beinahe ausgemergelt. Für sein biologisches Alter ist er dennoch einigermaßen gut in Form, obwohl er infolge körperlicher Anstrengung rasch ermüdet.

Besondere Erkennungsmerkmale sind einige polizeilich dokumentierte Tätowierungen von schlechter Qualität, die wahrscheinlich im Gefängnis entstanden sind. Interessanter sind jedoch einige von Cranks Operationsnarben zweierlei Herkunft: erstens ließ er sich irgendwann in seinem Leben das Gesicht kosmetisch verändern, vermutlich auf der Flucht vor dem Gesetz; zweitens weist er noch ältere Narben an Extremitäten und Torso auf, die auf medizinische Selbstversuche hindeuten. Zu keiner dieser Beobachtungen machte er irgendwelche Angaben.

Übersicht
Erworbene med. Charakteristika
  • einige Gefängnistätowierungen (polizeilich dokumentiert)
  • diverse Operationsnarben, mglw. von Selbstversuchen

Psychisches Datenblatt

Dr. Crank erfreut sich noch bester geistiger Gesundheit, er ist hochintelligent und seine bekannte Vergangenheit weist auf soziopathische Tendenzen hin. Daher ist es äußerst schwierig, seine Psyche korrekt zu bewerten, und dies scheint ihm auch bewusst zu sein. Die folgende Einschätzung basiert auf den Beobachtungen durch Laien über mehrere Monate hinweg.

Wie sein Sobriquet schon vermuten lässt, ist Dr. Crank eine schwierige Person. Gegenüber den Wenigen, die er in seinem Umfeld duldet, kann er geradezu liebenswürdig sein, und wenn er es für angebracht hält, beste Manieren und intelligenten Smalltalk zur Schau stellen, aber auch das hält er nur für kurze Zeit durch. In Crank vereinen sich die Arroganz der "Götter in Weiß" und das Anspruchsdenken eines Adelssprösslings. Bei der Befriedigung seiner Bedürfnisse und Interessen scheint er ausgesprochen skrupellos und kalt vorzugehen. Von Mitgefühl für seine Patienten ist bei ihm nicht die Spur zu finden: ihm geht es um ihr Geld und um die Gefallen, die sie ihm schulden werden. Wenn er etwas will und keine Konsequenzen fürchten muss, dann nimmt er es sich. Sofern ihn eine Frau interessiert, fragt er sie ganz offen und direkt, ob sie ihm sexuell dienstbar sein möchte, eine andere Form der Intimität scheint ihn auch nicht zu interessieren.

Generell sieht Dr. Crank sich als eine Person, die von anderen dringend gebraucht wird, und daher müssen diese sich eben seinen Wünschen fügen. Er erwartet deshalb beispielsweise auch, dass seine Laborassistentin seine Muttersprache erlernt, weil die meisten seiner Bücher und Notizen in Gran verfasst sind und er kein Interesse daran hat, den Übersetzer zu spielen. Sie soll ihm helfen und nicht umgekehrt.

Als Internist ist Dr. Crank gegenüber den meisten anderen medizinischen Fachrichtungen ausgesprochen überheblich. Speziell Chirurgen sind für ihn nichts anderes als "überbezahlte Metzger", bessere Handwerker, deren Arbeit viel besser von Droiden erledigt werden kann. Seine eigene Forschungsrichtung hingegen verlangt nach Kreativität, und deshalb ist sie für ihn eine Kunst.