Dritte Flotte

John Barlow

Lebenslauf

Kindheit auf Kuat

John Barlow wuchs in geordneten Verhältnissen bei seinen Eltern auf Kuat auf und zeigte in seiner Kindheit schon reges Interesse an Sternenjägern und Raumfahrzeugen. Dies wurde von seinem Vater positiv aufgefasst und auch unterstützt; so bekam John schon mit 12 Jahren die Möglichkeit, einen alten V-Jäger (ein Erbe seines Vaters) zu besitzen, und brachte sich so das Fliegen bei. Leider war das Verhältnis zu seiner Mutter während seiner Kindheit immer recht kühl, da sie aufgrund ihrer Tätigkeit beim Sicherheitsdienst nur selten zu Hause war und auch meistens eher ruhig auf einem Sessel saß und las.

Während seiner Jugend vertiefte John seine Kenntnisse im Sektor Raumfahrt, was dazu führte, dass er nicht nur lernte zu fliegen, sondern auch gewisse Dinge selbst zu reparieren. Er begann immer wieder damit, am alten V-Flügler Reparaturen vorzunehmen, und ihn, wenn möglich, zu verbessern.

Für die meisten Kinder und Jugendlichen war John eher seltsam, viele dachten sogar, er wäre kein richtiger Mensch. Statt zu spielen, bastelte er lieber am V-Flügler herum oder lernte mit seinem Vater das Fliegen. Erst spät entwickelte John diverse Freundschaften, diese gingen aber nie besonders tief, und so war es ihm auch meistens egal, wenn er Freunde verlor.

Johns Vater starb in seiner frühen Jugend: Er wurde bei einem Gefecht um die Raumwerften schwer verwundet, und erlag nach einiger Zeit seinen Verletzungen. John litt die Jahre danach sehr unter dem Tod seines Vaters, häufig verlor er den Willen zu leben.


Mechaniker und Pilot auf Ord Mantell

John flüchtete nach dem Tod des Vaters zusammen mit seiner Mutter in die Randgebiete des Imperiums und fand auf Ord Mantell eine neue Heimat. Durch viel Glück fand er eine Ausbildungsstelle und begann so eine Ausbildung als Mechaniker. In der Zeit auf Ord Mantell wurde er jedoch auch mehrfach in kleinere, illegale Vergehen verwickelt, was seine Leidenschaft der Fliegerei zu verschulden hatte.

Nach seiner Ausbildung nahm er eine Festanstellung als Mechaniker an und bekam über diesen Beruf und seine Mutter immer wieder die neusten Nachrichten aus dem Imperium mit. Durch die nun neu entstandene Nähe zu seiner Mutter lernte er mehr kennen über das Galaktische Imperium, den Imperator und die Geschichte seiner Familie.

Allerdings entwickelte er während dieser Zeit eine Abneigung zu ganz speziellen Aliens: Wookiees. John lernte schnell dass diese zotteligen Wesen immer bessere Mechaniker sein würden als er. Er hasste es, wenn andere so dominant besser waren. Dadurch fing John an, in Zukunft schlicht alle Aliens mit langen Haaren zu hassen.

Musste John einmal nicht arbeiten, flog er mit dem V-Flügler seines Vaters ein wenig im Orbit des Planeten herum. Er hatte dabei meistens mehr Glück als Verstand, denn das ein oder andere Mal wäre er dabei in kleinere Gefechte oder Zwischenfälle mit Schmugglern und der Imperialen Flotte geraten. Durch gute Manöver und viel Glück konnte er sich jedoch immer wieder aus schwierigen Lagen befreien, ohne erwischt zu werden (John besaß damals nicht die nötige Erlaubnis für einen Orbitalflug). Er beobachtete die Gefechte aus großer Entfernung und sah fasziniert zu, wie sich die Jäger gegenseitig in wilden Manövern jagten und versuchten, in gute Positionen für einen Abschuss zu gelangen. Die Fliegerei begann mehr und mehr sein Interesse zu wecken. Inwiefern seine Mutter dafür sorgte, dass so manche Berichte über ihren Sohn verschwanden, ist nicht geklärt.

John wurde zu einem blühenden Imperialisten, jedoch verspürte er nie das Gefühl, seinen Vater rächen zu wollen. Es lag wohl daran, dass John genau wusste, dass das gleiche Schicksal auch sicherlich den Kindern anderer Planeten und Rassen geschehen war und sich im Krieg nicht vermeiden ließ. Zudem hatte er immer wieder mit Mitgliedern der imperialen Flotte zu tun, welche er in Kantinen oder eben auf seiner Arbeit kennenlernte. Sie erzählten John, wie es wirklich war im Krieg gegen die Rebellen und anderen Abschaum der Galaxis. John erkannte, dass seine Mutter wohl manchmal, durch ihren Eifer dem Imperium gegenüber, etwas zu Übertreibungen neigte. Es gab einfach immer wieder Opfer im Krieg, die musste man akzeptieren. Diese kalte Einstellung half ihm, über viele Dinge hinwegzusehen und auch seine Vergangenheit besser zu verarbeiten. Jedoch machte sie ihn auch etwas gefühlslos.

Über seinen Beruf als Mechaniker erfuhr John eines Tages, dass ein Großadmiral des Imperiums zurückgekehrt sei, um der Neuen Republik ein Ende zu bereiten. Er berichtete davon seiner Mutter, diese wusste jedoch bereits darüber Bescheid. Sie arbeitete bereits seit längerem wieder verdeckt, was John jedoch nicht erfuhr. Er hingegen nutzte diese Gelegenheit und begann, auf eigene Faust eine Möglichkeit zu finden, dem Imperium beizutreten.


Lohnsklave des Imperiums

Durch einen Zufall ergab sich diese Chance eines Tages. John musste einige TIE-Motoren reparieren, mit denen die Mannschaften des Sternenzerstörers nach einer größeren Schlacht nicht mehr hinterher kamen. So wurden den Mechanikern auf Ord Mantell einfach alte Motoren zugewiesen. John machte eine gute Arbeit, dies sprach sich auf einer Fregatte herum. Dort wurden gute Mechaniker benötigt, John wurde daraufhin angesprochen und bekam einen Posten angeboten, jedoch unter harten Bedingungen. Wollte er mitkommen, so musste er ein Leben wie ein Sklave führen, immer bewacht, immer unter Kontrolle. Die Gefahr von Sabotageakten war groß; dennoch willigte John ein. Alles war besser, als auf diesem Planeten zu verkommen.

Seine Mutter zeigte zum ersten Mal in ihrem Leben Stolz für ihren Sohn, hatte er es doch aus eigener Kraft geschafft, einen Posten bei den imperialen Streitkräften zu bekommen. Zwar betrachtete sie die weiteren Pläne ihres Sohnes mit Sorge, ließ ihn jedoch seinen Traum nachgehen.

Während seine Mutter nun im Dienste von Großadmiral Thrawn arbeitete, um dem Imperium wieder zu alter Stärke zu verhelfen, flog John durch die Weiten der Galaxis, darauf wartend, dass die Republik fallen würde. Die Zeit an Bord der Fregatte war für John nicht einfach, an manchen Tagen wünschte er sich seine alte Heimat auf Ord Mantell wieder.

Es gab immer viel zu tun und man behandelte ihn schlechter, als er es in seinen Augen verdient hatte. Er hatte zwar genug Platz und musste sich seinen Wohnraum nur mit sieben weiteren Mechanikern teilen, aber alles in allem war er etwas unzufrieden: Man behandelte ihn wie einen reinen Sklaven, manche wussten vielleicht auch gar nicht, dass er freiwillig hier war, da einige der Mechaniker nicht fähig waren ihre Arbeit gut zu machen. Doch auch die Piloten waren teilweise größere Sprücheklopfer als richtige Kämpfer. In John weckte sich immer mehr der Wunsch, eines Tages in einem TIE zu sitzen, nicht eine Maschine zu reparieren.

Das Glück, an einer Schlacht teilzunehmen, ergab sich für John leider nicht, einzig ein kleines Scharmützel mit Rebellenjägern konnte er miterleben. Als er sah, wie die Piloten der TIE-Jäger durch teilweise für ihn ungeschickte Manöver hohe Verluste erlitten, dachte er über eine Umstellung der Flugweise der TIEs nach. Keiner der Piloten nutzte die Wendigkeit und Schnelligkeit der TIEs gegen die Rebellenjäger wirksam genug aus. Sie ließen sich zu oft auf einzelne Duelle ein, anstatt in Gruppen zu fliegen, und somit ihren fehlenden Schutz auszugleichen.


Eintritt in die Akademie

Noch konnte John nicht verstehen, wieso man solch eine Taktik unterstützte, er hatte aber auch keine andere Wahl, als dies zu akzeptieren, sollte er selbst einmal in einem solchen Jäger sitzen wollen. Nach dem Sieg über die Republik und der endgültigen Vernichtung ihrer Streitkräfte schrieb sich John bei der nun wieder eröffneten Akademie ein. Er war wohl nicht mehr der blühende Imperialist von einst, aber er wollte Pilot werden. Er wollte der beste Pilot werden, und die gab es eben nur beim Imperium.

Während seiner Zeit auf der Akademie begann John zum ersten Mal, so etwas wie Freundschaften zu pflegen. Ein paar der Rekruten wurden für ihn zu wichtigen Personen, mit denen er auch mal über sein Leben reden konnte. John erlebte zum ersten Mal, wie es war, Freunde zu haben, doch sein Verhältnis zu Frauen blieb weiterhin sehr kühl.