Dritte Flotte

Dwarf Androx

Krankenakte

Physisches Datenblatt

Für einen Mann seines Alters ist der Patient Dwarf Androx in keiner idealen gesundheitlichen Vefassung. Häufige, v. a. unter Stress auftretende Phantomschmerzen durch div. Kriegsverletzungen und die teils dadurch bedingten psychischen Belastungen führten zu jahrelangem Schlafentzug und Missbrauch von diversen Rauschmitteln (v. a. Medikamente, aber auch Alkohol und T'bac). Die größtenteils sitzende Tätigkeit und der resultierede Bewegungsmangel machen sich ebenfalls im physischen Leistungsprofil deutlich bemerkbar. Inzwischen ist jedoch durch strenge Diät, geregelten Sport und auch psychotherapeutische Unterstützung eine deutliche Besserung festzustellen.

Übersicht
Ererbte med. Charakteristika
  • genet. Variation: ggü. den Eltern auffällige dermale Pigmenthäufung bei gleichzeitigem auffallendem Pigmentdefekt im Terminalhaar; dies haben über 90% seiner menschlichen Altersgenossen aus seiner Heimatregion mit ihm gemein (Erklärung steht aus)
Erworbene med. Charakteristika
  • Bulbus oculi d. zerstört, N. oculi d. beschädigt, durch Bioprothese ersetzt
  • Starke OP-Narben im oberen re. Brust-, re. Hals- und re. Schulterbereich
  • Funktionalität der A. carotis communis d. und A. carotis vertebralis d. eingeschränkt, Hirnversorgung ü. op. erweiterte A. carotis communis s.
  • venöser Rückfluss uneingeschränkt
  • div. Vernarbungen infolge div. Schuss- und Stichverletzungen sowie Verbrennungen
Bioimplantate
  • seit 261202 n. E. Bioprothese des rechten Armes ab Schultergelenk; genaueres in Dok. # 050328-AN-42415-MA/-020601, Flottenpersonalbüro, Imperial Center
  • seit 030411 n. E. Optronik zum Ersatz des re. Auges; genaueres in Dok. # 050328-AN-42415-MA/-08287, Flottenpersonalbüro, Imperial Center
Krankheiten und Therapien
  • bis 02 v. E. leichte Ekzem- und Juckreizbildung d. ges. Haut wegen Fehlens heimatplan. Solarstrahlung; seither beschwerdefrei
  • ab 261202 n. E. Verordnung v. Kontradepressiva (anxiolytisch, v. a. Amitriptylin) u. zentral wirksamer Analgetika (Opiate, Morphine) über längeren Zeitraum wegen Phantomschmerzen (Verlust d. re. Armes)
  • ab 030411 n. E. Neuverschreibung v. Kontradepressiva u. zentr. wirks. Analgetika wegen Phantomschmerzen (Verlust d. re. Auges)
  • ab 12 n. E. zunehmende Verschlechterung des körperlichen Allgemeinzustandes, u. a. Praeadipositas, Hyposomnie; seither kontinuierliche Verbesserung durch dienstlich angeordnetes Sportprogramm mit begleitender psychotherapeutischer Behandlung

Psychisches Datenblatt

Bericht zur psychologischen Akte
Militärakademie Coruscant
Prof. Dr. Elrood Nasari (LtCol.)

Stand: 051207 n. E.

Herr Dwarf Androx ist ein im Grunde ausgesprochen jähzorniger Mensch, der erst spät lernte, gegenüber anderen Personen nachsichtig zu sein und Fehler zu verzeihen. Fühlt er sich ungerecht behandelt, reagiert er unberechenbar, was auch einige ehemals Vorgesetzte durch Handgreiflichkeiten seinerseits erfahren mußten. Vor allem aber nimmt er kein Blatt vor den Mund, was ihm schon häufig Ärger mit Vorgesetzten einbrachte, denn er gefällt sich in der Rolle, Kritik auszuteilen.

Herrn Dwarf Androx' Gesinnung ist geradezu fanatisch loyal zum System der Neuen Ordnung, in dem er aufwuchs und das er als gut funktionierend kennt. Seine konservative Erziehung steht jeder Kompromißbereitschaft im Wege. Am liebsten würde er ganz im Stil des Kaisers Palpatine (den er offen als sein Vorbild benennt) zum Wohle des eigenen Volkes die übrigen Völker unterdrücken, so sie sich seinem Wunschbild vom perfekten Kaiserreich entgegenstellen.

Innerhalb der letzten Jahre musste sich der Patient eine (dienstlich angeordnete) neutrale Haltung zu Nichtmenschen angewöhnen, seit sie ebenfalls im imperialen Militärdienst zugelassen werden. In wenigen Fällen konnte er eine von Respekt getragene, wenngleich niemals herzliche Kameradschaft zu Nichthumanoiden aufbauen.

Herrn Dwarf Androx' Haltung zu Frauen wirkt inkonsequent: Er zollt ihnen Respekt im privaten Bereich, und wenn sie einmal seine Achtung gewonnen haben ist er sogar ein Kavalier der alten Schule. Er ist strikt heterosexuell mit einer erlernten Aversion gegen Homosexualität, dabei erscheint mir sein sexuelles Interesse jedoch besorgniserregend unterentwickelt. Ich vermute eine traumatische Erfahrung in der Jugend, über die er jedoch nicht sprechen will. Im dienstlichen Bereich gelten Frauen für den Patienten als zweitklassige Soldaten und werden i. d. R. auch so behandelt.