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Ergebnis einer Sylvesterparty

Verfasst: 4. Januar 2004 00:26
von Dwarf Androx
Liebe Mitspieler,

im Zuge einer Sylvesterparty in Hockenheim entstand unter der Mitwirkung aller Anwesenden folgende Persiphlage auf eine anständige Weihnachtsfeier. Alle Ähnlichkeiten mit bestehenden Charakteren und realen Handlungen sind volle Absicht und uns durchaus bewusst. Wir bitten dennoch darum, dieses Machwerk, diesen Hohn an die deutsche Schriftstellerkunst, nicht als IC relevant zu verstehen. Viel Spaß und im Nachhinein ein paar fröhliche Feiertage ;-)

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>> Lt Santa Claus <<

|| Status: Christmas Time ||
|| Mission: Merry Christmas ||
|| Teilmission 1: Schornstein ||
|| Geheimhaltungsstufe: weihnachtsbaumschmuckfarben ||

Ort: Hoth, Nordpol
Zeitindex: 241208.2349

Es war bitterkalt. Sogar arschkalt. Genaugenommen, so befand Lt Santa
Claus, war es, nach einem kurzen Blick in die rosarote Samtunterwäsche,
sogar zwei Zentimeter kalt. Leise rieselte der Schnee auf sein sowieso
schon vollkommen überladenes Dach. Die Balken knarrten bedenklich und
die ersten Späne fielen bereits auf den alderaanischen Marmorfußboden.
Er saß, sich das Kinn reibend, tief in einem gewaltigen Ohrensessel
vergraben und schmauchte sein Pfeifchen, gefüllt mit hapanischem Tabak.
Dieser hatte sich in dem weihnachtlichen Bestechungspaket von Rear
Admiral Androx befunden, der sich wünschte, dass der "Motivationsspind"
der Dreckfresser endlich wieder aufgefüllt würde.
'So ein Bantha Pudu' dachte Santa. 'Die armen Soldaten an der Front
nur mit Pornos bei der Stange zu halten. Und dabei habe ich doch nur
noch die Huttenpornos von 26 vor Endor... warum die keiner will?'
Mit diesem Gedanken nahm er einen großen Schluck bothanischen
Glühweins und schloss genießerisch die Augen.

Plötzlich krachte die wurmstichige Tür gegen den Schrank, in dem seine
teuren Star Wars Sourcebooks gelagert waren. Der Schrank kippte um und
entleerte seinen Inhalt direkt in das Kaminfeuerimitat.
'Ein Glück, kein echtes Feuer', dachte Santa noch, bevor er sich dem
unerwünschten Eindringling zuwandte, und beglückwünschte sich für sein
dünnes Bankkonto, das ihm nicht ermöglichte, extra Feuerholz von
Kashyyyk nach Hoth importieren zu lassen.
Dann endlich betrachtete er die Gestalt in den Überresten seiner
Mahagonitür. Vor der weißen Hölle Hoths zeichneten sich zwei düstere
Konturen ab.
"Santa Claus", sprach eine kehlige, rauchige Stimme, die aus der
ersten Gestalt hervorbrach. Sie besaß eckige Schultern und das Gewand
ließ riesige Muskelberge erahnen. "Wir haben überall nach dir gesucht.
Es ist Zeit zu gehen."
Santa war das gesamte Blut aus dem Gesicht gewichen und er presste
sich immer tiefer in das Polster des Ohrensessels. Dann trat die erste
Gestalt in den Schein des künstlichen Kaminfeuers. Unter der Kapuze
glühte es dämonisch und ein Schwall heißen Rauches entrang sich der
düsteren Höhle, in der Santa sein Gesicht vermutete.
"D'oh", machte Santa und dachte: 'Wie haben sie herausbekommen, dass
ich illegal den Pornokanal anzapfe?'
Dann warf der Höllenfürst den Mantel weg und zum Vorschein kam ein
grünes Männlein in knallengen, kampfrosa Strumpfhosen. Die
hornhautverwachsenen Füße steckten in verdächtig engen Pumps.
"Santa?", fragte das Männlein. "Du hast es schon wieder verschlafen,
nicht?"
Mit diesen Worten zupfte er den Zigarettenstummel aus seinem
überlangen Mundstück und schnippte es in das unglaublich realistisch
erscheinende Kaminfeuerimitat.
WUUUUUUUSCH! machte es.
Santa runzelte die Stirn.
"Wuuuuuuuusch?"
Sein Blick fiel auf das Kaminfeuer. Sein Leiden begann im gleichen
Moment und entlud sich in einem verzweifelten, ungläubigen Lachen.
"Ha... haha... haaaa.... du hast meine Sourcebooks angesteckt.
Hu-hahaha!"
.
..
...
"BANTHA PUDU!"
...
"Du Idiot!"
Zack! Der schwuchtelige Elf flog im hohen Bogen gegen die zweite
Gestalt. Leider war es ein hungriger Wampa, der gerade zur morgendlichen
Zahnpflege das Maul weit aufgerissen hatte. Der Elf landete genau in
seinem Rachen und wurde in einem Stück verschlungen.
"Mist. Schon der vierte diese Woche! Kannst du nicht aufpassen,
Rudolph?"
Rudolph, the red-nosed Wampa zuckte nur mit den Schultern und gab ein
zufriedenes Schnurren von sich. Dann schüttelte er sich in seinem mit
lauter lustigen Bimmelglöckchen behangenen Geschirr und zeigte Santa,
dass es nun wirklich an der Zeit sei.
"Muss das wirklich sein?", sagte der weißbärtige Lieutenant stöhnend.
"Mein Sack juckt mich noch vom letzten Fest", maulte er und kratzte sich
an der Schulter. Er warf einen wehmütigen Blick auf die verkohlenden
Reste seiner Sourcebook-Bibliothek und verließ in seiner purpurnen
Camouflage das Wohnzimmer. Drei Minuten später war er im All. Um
zwölftausend besiedelte Welten zu bescheren, blieben ihm noch knapp drei
Minuten fuffzich in imperialer Standardzeit.


[Lt Keil Ziruk]
Ort: Coruscant, Imperial Palace
Zeitindex: 241208.2353

Keil sah misstrauisch in die Runde der imperialen Elite, die auf
Sonderbefehl des leider bereits verblichenen Imperators auf die
kaiserliche Feier zum Vader-Gedenktag geladen worden waren.
"Kommt errr noch?", fragte die ihm am nächsten befindliche Person in
ihrem typischen Akzent, der von weitläufig hapanischer Verwandtschaft
zeugte. Mal'ya Rr'ah, Sam'nug vom Planeten Xom'bx, bediente sich am
lebenden Buffet und schob sich ein riesiges Cocktail-Würstchen
genüsslich in den Mund. Im Raum entstand eine allumfassende Denkblase
mit eindeutigen Assoziationen: "... Würstchen..." Auf dem Boden entstand
eine Sabberpfütze beträchtlichen Ausmaßes.
Keil zuckte die Schultern, nachdem er das Tischtuch wieder nach unten
bezwungen hatte. "Weiß nicht, eher nicht", murmelte er und bediente sich
an der guten Dagobah-Sumpfbräu. Varus prostete ihm über die Tafel hinweg
mit seinem honoghr'schen Leberzertrümmerer zu, nahm einen Schluck und
sein Kopf sank sofort vornüber ins üppige Dekolleté des lebenden
Buffets. An diesen Abend würde sich T'Anshen noch lange erinnern, denn
zu seinem Leidwesen wurde das lebende Buffet aus Personalmangel von Maya
Mumblar gestellt. Das bedeutete für die Cocktailwürstchen eine extrem
kurze Lebenszeit. Bereits ihre Poren begannen, das gute Essen nach und
nach in Sarlacc-Manier zu verdauen. Mehrere Ordonnanzen wandten sich
ekelerregt ab und erbrachen sich unter den Tisch.
"Ich würde ihm raten, es dieses Jahr mal zu schaffen", verkündete
Großadmiral Thrawn grimmig und rückte die Nikolausmütze auf seinem Kopf
zurecht. Dabei berührte er versehentlich einen Kontakt, woraufhin seine
Mütze zum etwa zehntausendsten Male an diesem Abend begann rhythmisch zu
blinken und den imperialen Marsch zu piepen.
Er resiginierte.

Um das Eis etwas zu brechen, hatte Hofnarr Fissler noch ein As im
Ärmel. Kein Wunder, denn die kürzliche Erhebung aus dem Status einer
Amöbe in die schwindelerregende Höhe des Narrenvolkes hatte sein
Engagement erheblich angekurbelt. Er benötigte keinen Motivationsspind.
Auf seinem Haupt thronte majestätisch ein Zylinder, dessen Würde sich
nur erahnen ließ, denn das Hauptaugenmerk seines Publikums wurde
unweigerlich auf die Bommelglöckchenschuhe an seinen zierlichen Füßchen
gezogen. Mit dem massiven Holzstab aus dagobahnischer Sumpfwurzel
stapfte er zweimal kräftig auf den Boden.
"Es erscheinen zu Ihro fürstlichem Pläsir die höchst erotische
Darbietung zweier Naturschönheiten von Ryloth, Oni Kehrun und Laija
Astraea."
Daraufhin wuschelte er ganz sanft in Androx' Haaren und säuselte im
Vorbeigehen: "Dir auch ein schönes Fest und bring deinen Admiral of the
Rear mit."
Androx blickte äußerst irritiert drein, lächelte aber und war
insgeheim froh, heute doch den roten Spitzentanga zu tragen. So musste
er wenigstens nicht alleine schlafen in seinem großen, kalten
Himmelbettchen.

Mittlerweile hatte sich der Vorhang bereits etwas geöffnet, doch als
gerade alle anfangen wollten zu applaudieren, erscholl ein Knirschen und
der Vorhang blieb auf halbem Wege stehen.
"Ingenieur", rief Thrawn unwillig und wies Rukh an, den zuständigen
Bühnentechniker auf übelste Weise zu bestrafen. Das bedeutete eine
verschärfte S&M-Stunde im Studio des Oberbefehlshabers, und DAS wollte
keiner gerne.
Aus selbigem torkelte soeben eine mitgenommene Person mit abgelaufenen
Turnschuhen, verwaschenen Jeans und einer gänzlich unimperialen
Haarmähne. Mit einem Taschenlichtschwert, einer Nadel, einer Nussschale
und etwas Kaugummipapier bewaffnet stürzte er sich auf den Vorhang.
Zwanzig Sekunden später meldete er dem Großadmiral mit einem zuckersüßen
Lächeln: "Auftrag ausgeführt, Schäff!"
"Sehr gut, McGayver", zwinkerte Thrawn. "Ich brauche Sie nicht mehr.
Rukh!"
Der arme, schreiende Ingenieur wurde unter dem Hohngelächter der
übrigen Gäste aus dem Saal geschleift. Das letzte, was man von ihm sah,
waren seine Finger, die hurtig etwas aus Kaugummipapier
zurechtpfriemelten. Sekunden später erschütterte eine gewaltige
Detonation die nördliche Hemisphäre Coruscants.

T'Anshen Varus erwachte kurzzeitig, nur um festzustellen, dass er
immer noch in Maya Mumblars Fettgebirgen verschollen war. Mit einem
leisen Angstschrei fiel er wieder in Ohnmacht, um seinen Geist vor dem
nach ihm greifenden Wahnsinn zu bewahren.

Endlich kamen die Tänzerinnen.
Sie sahen wirklich heiß aus. Oni trug essbare Unterwäsche und begann
einen verführerischen Twi'lek-Tanz. Ihre Partnerin hatte es etwas
schwerer. Was keiner ahnen konnte, befand sich unter der perfekten Maske
einer Twi'lek die Rebellenspionin Laija Astraea. Mangels eigener
Memnopoden hatte sie die Lekku einfach mit den angeklebten Beinen einer
Schaufensterpuppe imitiert. Der heiße Tanz begann und die wogenden
Körper verschlangen sich immer weiter ineinander. Bereits jetzt hatte
Mal'yas Vorstellung mit dem Würstchen keinen Platz mehr in der Phantasie
der aufgegeilten Männerrunde. Selbst Hofnarr Fissler begann, seinen
Arsch rhythmisch im Takt der Musik zu bewegen, als Laija nach und nach
in Ekstase geriet.

Doch dann passierte es. Eines der Puppenbeine löste sich aus dem
Bündel zuckender Körperteile und geriet zwischen die Füße der echten
Twi'lek. Oni strauchelte, versuchte sich abzufangen, aber vergebens. Mit
den rudernden Armen hielt sie gerade so die Balance, doch ihre suchenden
Lekku trafen das Leere. Die Gäste am Tisch schlossen bereits Wetten ab:
"Zwanzig Creds, sie schafft es!"
"Vierzig dagegen!"
"Halte!"
Die gefakete Lekku fiel zunächst garnicht auf. Jetzt verlor Oni den
Kampf gegen die Schwerkraft und das Mädchen krachte auf die Bretter, die
die Welt bedeuten.
"Wo ist sie, wo ist sie?" brüllte Oni mit zornfunkelnden Augen und
warf sich auf Laija, die gerade hektisch versuchte, das Bein mit einem
unschuldigen Grinsen hinter dem Rücken zu verstecken. Jetzt rasselte
auch Laija zu Boden und beide Frauen begannen einen wilden Nahkampf, in
der keine der anderen etwas schenkte.
Thrawn genoss die Vorstellung sichtlich, vor allem, als die knappe
Bekleidung sich nach und nach auflöste.
"Harr, harr!", machte er und seine düsterroten Augen glühten lüstern
auf. Er drückte einen verborgenen Knopf unterm Tisch, und eine
Schlammlawine ergoss sich über den kämpfenden Schönheiten. Die Menge
grölte.
"Spezialimport. Aus Dagobah. Man muss schließlich heutzutage auf alles
vorbereitet sein", erklärte der überlegen grinsende Chiss wie beiläufig
auf den fragenden Blick von Rear Admiral Androx.
Mitten in diesem Getümmel sah Ziruk auf die Uhr.
"Zehn nach zwölf. Er ist wirklich zu spät", grummelte er.
Die Tänzerinnen hielten inne. Betretenes Schweigen machte sich breit.

Doch auch dieses Rätsel sollte gelüftet werden. Wie von ferne vernahm
die versammelte Gesellschaft plötzlich ein leises Stöhnen. Dann ein
Röcheln. Wieder ein Röcheln.
"Darth Vader?" fragte Thrawn angsterfüllt... Röcheln. Ihm brach der
Schweiß aus... Röcheln... "Eh, ja, eh... also, wie schön, dass Sie
zurück sind, MyLord... ich habe Ihnen Ihren Platz warmgehalten..."
Röcheln.
"Idiot", wisperte etwas. "Ich bin nicht Vader."
Andächtig lauschte der Oberkommandeur.
"Wer bist du? Offenbare dich!" flehte er.
"Ich bin Santa Claus, du Depp! Hol mich raus, ich stecke im Kamin."
"Wie kommst du da rein?", fragte Thrawn und streckte den Kopf in die
Feuerstelle.
"Also, ich ritt so vor mich hin über dem strahlenden Firmament... und
dann riss mich eine unerwartete Explosion von meinem Fest-Speederbike...
und dann kam dieser riesige, gähnende Schornstein auf mich zu... und
jetzt hol mich raus, sonst gibts keine Geschenke."
"Wäre ja mal was neues", stellte Thrawn nüchtern fest. "Aber gut...
holt ihn raus, Männer."

Eine kleine Sprengung später verteilte Lieutenant Claus endlich seine
Geschenke. Alle sollten bekommen, was sie sich am sehnlichsten gewünscht
hatten. Fissler erhielt eine Dose Fußbodenpolitur und eine übergroße
Zahnbürste, Androx die gewünschten Huttenpornos für seine Mannschaft,
Ziruk eine Gummipuppe, die all seine Taten bejubelte. T'Anshen Varus,
inzwischen wiedererwacht, erhielt eine Kiste illegalen Zairona Ales und
Mal'ya, die immernoch an ihrem Würstchen kaute, bekam schließlich die
ersehte Leber eines alderaanischen Haushundes, die sie so dringend für
die Fortsetzung ihrer Forschungsreihe benötigte. Oni Kehrun legte gerade
ihre handgestrickten Lekkuwärmer an und stöhnte zufrieden ob der sich
ausbreitenden Wärme. Damit waren alle versorgt... fast alle: Nur noch
Laija Astraea und Maya Mumblar waren bisher unbeschenkt geblieben. Maya
leckte sich die letzten Reste ihrer Buffetschicht vom versifften Körper,
Lajia versuchte immernoch verzweifelt ihren Schaufensterpuppenbein-Lekku
an ihren Kopf zu heften. Doch erfolglos. Schliesslich beließ sie es
dabei ihn provisorisch an den Kopf zu kleben. Lt Santa Claus kramte in
seinem nahezu leeren Sack.
"Irgendwo hier... verdammt nochmal... ahhhh."
Er zog zwei in buntes Geschenkpapier eingewickelte Pakete hervor und
blickte sie ratlos an. Auf beiden fehlten die Namensschildchen.
"Naja, fünfzig Prozent Trefferchance... Twi'lek, Fettmonster, Twi'lek,
Fettmonster, Twi'lek, Fettmonster..." Dabei machte er abwägende
Handbewegungen. Schliesslich stellte er sie auf den Tisch und lies die
beiden selbst entscheiden. Mumblar, in ihrer Bewegungsfreiheit etwas
eingeschränkt wollte nach dem größeren Paket grabschen, doch Lajia kam
ihr zuvor.
"Ich werde mich beim Flottenoberkommando beschweren!" kreischte
Mumblar, zog ein PAD aus einer Fettfalte und begann zu tippen.
Laija entfernte derweil das Papier von ihrem Geschenk und zog einen
riesigen Ballen Stoff aus der kleinen Kiste. "Ein Heissluftballon? Ein
Zirkuszelt?" Rätselnd breitete sie ihr Geschenk aus. "Ein Poncho?"
fragte sie ungläubig. Niemand kam zu einer Antwort.
"Hier sind ja die Namensschildchen... Maya Mumblar und... Laija
Astraea... hmm... was macht sie hier?" Thrawn erwachte aus seiner
Lethargie. "Was heisst 'was macht sie hier`?" äffte er Lt Claus nach und
blickte in sein rußverschmiertes Gesicht. Der Mann mit dem weissen Bart
grinste dämlich. "Nun ja... ein Rebell im imperialen Palast, das ist ja
nicht gerade alltäglich, oder?"
Thrawn sah aus, als hätte er gerade erfahren, dass seine Mutter nicht
seine Mutter gewesen sei. Sein Kinnladen fiel fast auf den Tisch und
seine Augen traten ein wenig hervor. "Wie jetzt Rebell?" In diesem
Augenblick streifte sich Lajia Astraea den Megaponcho über, rannte zu
einem der Fenster und sprang, das Kleidungsstück wie einen Fallschirm
nutzend in die Dunkelheit.
"Verdammt, haltet sie auf." brüllte Thrawn. Nach nur wenigen Sekunden
Reaktionszeit bewegten sich die Palastwachen wankend auf das Fenster zu
und sprangen hinterher. "Bin ich denn nur von Idioten umgeben?!" brüllte
Thrawn. Betretenes Schweigen. Die Spionin jedenfalls war mit dem
herrlichen Poncho entkommen. Doch er war gar nicht für sie. Maya Mumblar
saß weinend auf dem Tisch. Der Büstenhalter in 75C wollte und wollte
nicht passen. Auch nicht der Tanga in Größe S. Sie wirkte wie eine
Presswurst.
Nach nur wenigen Minuten erhob sich Fissler aus seinen kindlichen
Freuden und blickte zu Androx. "The same procedure as last year, Dwarf?"
Der Rear Admiral lachelte süffisant und nickte.
"The same procedure as every year, Isaak." Damit zog er seine
mehrsträngige Lederpeitsche aus der Tasche, stand auf und trieb den
jungen Kanonier, seines Zeichens Hofnarr und Gespielin des Kaisers vor
sich her aus dem Saal. Fröhlichen Vader-Gedenktag und ein schönes neues
Jahr.

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->> ZZF <<-

ZI 241208.2349: Lt Santa Claus versäumte mal wieder das
Geschenkeausteilen und wurde, ebenfalls mal wieder, von seinem schwulen
Lieblingself daran erinnert.

ZI 241208.2353: Die verdientesten Offiziere des Imperiums hatten sich
zur Feier des Vader-Gedenktages zusammengefunden und erwarteten Lt Santa
Claus.
Schliesslich bekamen alle, ausser dem lebenden Buffet Maya Mumblar ihre
Geschenke, sogar die unerwünschte Rebellspionin wurde nicht vergessen.

<<- ZZF ->>

Schöne Grüße und ein gesegnetes neues Jahr 2004,

im Auftrag der Sylvesterparty in Hockenheim:
Aurora McEjal, Laija Astraea, Keil Ziruk, T'Anshen Varus, Oni Kehrun, Isaak Fissler, Dwarf Androx

euer Roland

P.S.: Es war genial :B