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X-Wing-Staffel Blue Guardians
Staffellogbuch

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Prolog

Nach der verheerenden Katastrophe von Wellyendeen und Cautionee kehrte an allen Fronten ein zaghafter Friede ein: Die Hapaner hatten das Chaos in ihrem von Ionenstürmen gebeutelten Sternhaufen zu bereinigen, die imperialen Grenzen leckten dank der herben Verluste an allen Stellen und gewährten Schmugglern und Piraten freien Zutritt, während die Marine sich reorganisierte, und in der Neuen Republik zogen die Börsenkurse an, um die wirtschaftliche Hochstimmung der freien Welten zu symbolisieren. An der Grenze konnte die defensive Kriegsphilosophie der Republik jedoch nicht verhindern, dass sich die Fronten verhärteten, im Gegenteil: Mit einigen wagemutigen Angriffen und der Übernahme dreier ressourcenreicher Systeme konnte die Republik sich einen geringen Auftrieb verschaffen, erweckte damit aber den Kampfgeist der imperialen Truppen von neuem.

Etwa vier Monate nach einem hapanischen Angriff auf den imperialen Werftplaneten Kuat begannen im Nordostsektor der Galaxis, wo einige äußerst wichtige alliierte Stützpunkte lagen, heftige Veränderungen. Die Grenze konnte an dieser Stelle kaum noch überwacht werden und etliche stark bewachte Konvois, eine wichtige Raumstation und andere militärisch lohnende Ziele fielen den Angriffen einer unbekannten Piratengruppe zum Opfer, während sich zeitgleich einige ähnliche Mysterien im gerade wieder stabilisierten, aber beinahe entmilitarisierten Hapan Cluster abspielten.
  Das Misstrauen wuchs mit dem Moment, als die mysteriöse Piratengruppe sich als hapanisches Spezialkommando entpuppte, das unter dem Deckmantel verschiedener Identitäten (darunter auch einer imperialen, um die Verwirrung vollkommen zu machen) von seinen tatsächlichen Plänen ablenken wollte, indem es die Zerstörung kriegswichtiger Lieferungen als Piratenangriffe verschleierte und unter der Identität von Händlern versuchte, einen dem Hapes Cluster nahegelegenen, potentiell für Spionagezwecke dienlichen Horchposten auf dem Planeten Beldomaar (auch genannt Zersium) zu zerstören, damit die Republik gegenüber dem schwächeren Waffenbruder keinen zu starken Vorteil erringen konnte. General Bel Iblis deckte auf, dass es sich dabei nur um hapanische Agenten handeln konnte, doch den Beweis blieb er, einer gelungenen Flucht der kurzzeitig gefangenen Hazardeure wegen, bis heute schuldig.
  Auf der Gegenseite wurde, wie hapanische Diplomaten kurz vor dem Kriegsausbruch behaupteten, ein "wertvolles Relikt", nämlich ein spezieller Energiereaktor unbekannter Herkunft, auf dem königlichen Luxusschiff Star Home zerstört -- durch eine Gruppe des alliierten Geheimdienstes, so die Diplomaten. Die Allianz wie die Hapaner schickten, misstrauisch geworden, ihre Spione nun auch in das jeweils andere Lager, was das frische Bündnis immer weiter bröckeln ließ.

Der Brudermord

Binnen drei oder vier weiteren Monaten hatte sich die hapanische Kriegsmaschinerie soweit erholt, dass sie für einen neuen Kampfeinsatz gerüstet war, doch sie richtete ihre Waffen nicht mehr gegen das von neuem erstarkende Imperium. Die Allianz musste derweil schwere Gefechte an der imperialen Südfront austragen und band ihre Kräfte an wenigen, wichtigen Punkten. In diesem Augenblick trugen die freundschaftlichen Beziehungen der beiden Staaten ihre ersten faulen Früchte: Ein allgemeiner Datenaustausch über wichtige Flottenbasen und Armeestützpunkte sowie eine detaillierte Flottenliste an sich waren für die Hapaner die Basis, einen großangelegten Angriff auf alle östlichen und südlichen Territorien der Galaxis zu fahren. Dabei bedienten sie sich auch der Hilfe von Piratenbanden, die derer von Lorell, welcher sie selbst entsprangen, zumindest von der Abstammung her sehr ähnlich waren.
  Mit diesem letzten Schlag riskierte Hapan seine wirtschaftliche und militärische Existenz, jedoch hatte das unterschätzte Sternenreich seine Chancen klug berechnet. Mittlerweile waren im Zuge der freundschaftlichen Annäherung auf alliierten Schiffen und Basen hapanische Klonkrieger stationiert worden (genau wie im Gegenzug auch Alliierte auf hapanischen Schiffen). Die alliierten "Tauschpartner" wurden mit einem Schlag ausgelöscht, die Hapaner auf republikanischen Schiffen dagegen unterwanderten binnen weniger Stunden die Sicherheitsprotokolle, zerstörten mit Selbstmordanschlägen wichtige Einheiten und schalteten Verteidigungssysteme aus, wenn die eigentlich minderwertige hapanische Flotte urplötzlich einen Angriff auf alliierte Planeten begann. Während das Imperium sich lächelnd zurücklehnte, radierte das Hapes Konsortium mit seinen hunderten Schlachtendrachen, Novakreuzern und anderen kampfstarken Kriegsschiffen die Republik an mehreren Krisenherden gleichzeitig aus. Da niemand von dieser Seite aus mit einem Angriff gerechnet hatte, fielen auch wichtige alliierte Welten wie Rodia, Mon Calamari, Kashyyyk, Trandosha oder Tatooine mit einem Mal dem Erstschlag zum Opfer. Dutzende Planeten wurden teilweise entvölkert. Der republikanische Senat auf Mon Calamari wurde als eines der ersten zivilen Ziele attackiert und mit über der Hälfte der regierenden Minister vernichtet. Der Verbleib der Staatschefin Mon Mothma, wichtiger Regierungsmitglieder wie Borsk Fey'lia, Leia Organa-Solo, General Garm Bel Iblis und anderer hochrangiger Militärs ist bis dato ungeklärt.

Mit gewaltigen Verlusten konnte die Republik unter dem Kommando von Admiral Ackbar gerade noch die Sekundärziele vor dem hapanischen Angriff bewahren, weniger wichtige Planeten, die zwar noch zahlreich waren, aber für den Fortbestand der Republik eminent wichtig waren. Die Ostflotte war bereits vor Mon Calamari zerstört worden, als Ackbar von den südlichen Welten aus ein Schlag gegen die Hapaner gelang, indem er nach alter Hit-and-Run-Philosophie die Nachschubwege der Aggressoren unterband. Das Konsortium jedoch brachte ein letztes Mal einen größeren Angriff auf die alliierte Südflotte zustande und löschte sie, auch den gewaltigen Flottenneubau, das Trägerschiff Hornet, bis auf ein Dutzend Raumjäger und drei größere Kampfschiffe vollkommen aus.

Die Flucht

Zum Zeitpunkt des Angriffs auf die Südflotte musste Admiral Ackbar erfahren, dass weder zu den hochrangigen Regierungsmitgliedern noch zu anderen wichtigen Offizieren der Ostflotte noch ein Kontakt bestand. Da er über die letzten funktionierenden Nachrichtenkanäle von dem Nachsetzen imperialer Einheiten hörte und die Vernichtung eigener Basen durch die Hapaner im großen Stil mitverfolgen konnte, nahm er zurecht an, dass die Neue Republik vollständig zerschlagen worden war. Mit den wenigen Überlebenden der Südflotte und den überbliebenen drei Raumschiffen Home One, Queen of Honor und Calaydia flohen die Rebellen über größere Umwege zunächst zu einer Depotwelt, die bislang noch nicht attackiert worden war und eroberte auf dem Weg dorthin in mehreren kleinen Angriffen wichtige Nachschubgüter der Hapaner für den Eigenbedarf. Die überbleibenden Jäger wurden nach Typenklassen in neue Staffeln eingeteilt, während in den Soldaten alles nach Rache schrie für den Verrat des hapanischen Königreichs.
  Auch auf der Depotwelt konnten die Alliierten nicht lange verweilen, denn dort hatte inzwischen entgegen aller Informationen eine hapanische Streitmacht eine eigene Basis errichtet. Nach einigen weiteren erfolglosen Versuchen, Kontakt mit Verbündeten aufzunehmen, zog sich die überbliebene Streitmacht in die Pasqaah-Staubwolke zurück, die aus feinsten eisenoxidhaltigen Staubpartikeln besteht und daher auch Rotwolke genannt wird. Jene Wolke, die sich im unkarthographierten Raum zwischen dem bothanischen und dem Huttenraum befindet, galt als hervorragendes Versteck vor Verfolgern, beherbergte gleichzeitig eine bisher unbekannte Anzahl verschiedener Spezies und wohl auch einige Piratengruppen -- dagegen jedoch keine bekannte ernstzunehmende Bedrohung militärischer Art.

Der Jachje-Konflikt

Einige Tage nach der Flucht in die Rotwolke stießen die Alliierten auf den ersten bewohnbaren Planeten, den sie Loreena nannten, doch sie fanden ihn bereits bewohnt vor. Eine Zweigkolonie der Rodianer war dort entstanden und hatte im Laufe der Jahrhunderte jeden Bezug zur Heimat verloren und ihre eigenen sozialen Strukturen entwickelt. Hier fanden sie ein hilfsbereites Volk, das hauptsächlich von Agrarerzeugnissen und dem Handel mit anderen nahegelegenen Welten lebte und über keinerlei nennenswerten technologischen Erkenntnisse verfügte. Die dringend notwendige Reparatur der drei großen Raumschiffe wurde dennoch gewährt, wenngleich die Alliierten dadurch gezwungen waren, ihre Staffelpiloten der Gruppe Blue Guardians zur Verfügung zu stellen, um im Auftrag eines Botschafters namens Grodee nach dem Verbleib mehrerer Warenlieferungen zum benachbarten Planeten Ruta zu fahnden. Die Rutaner, so erfuhren die erstaunten Rebellen, waren ebenfalls vergessene Kolonisten, die jedoch dem Volk der Trandoshaner am ähnlichsten waren; auch andere Wesen, häufig Menschen und ausgewanderte Rodianer von Loreena, konnten hier angetroffen werden, denn der Planet lag sehr am Rand des großen, undurchdringlichen Pasqaah-Nebels und war noch einigermaßen leicht zu finden. Mit alten Z-95-Jägern der Loreena-Insektoiden brachen die Guardians als Eskorte des Diplomaten Grodee also nach Ruta auf. Die Echsenwesen nahmen die Piloten nur ungerne auf, doch hatten diese keine andere Wahl, wollten sie weiterhin die wertvollen Handelswaren von Loreena beziehen wollten. Vor allem ein wertvoller Stoff namens Jachje war hier sehr beliebt und ein deutliches Statussymbol für jeden Rutaner.
  Grodee war es, der auf einem Markt in der rutanischen Hauptstadt plötzlich überteuerte Jachje wiederentdeckte, die nach fälschungssicheren Transportstempeln der gestohlenen Fracht aus den letzten Monaten zuzuschreiben war. Den Hinweisen des Händlers folgend, stießen sie alsbald auf eine Verbrecherorganisation, die einem Menschen gehorchte, der sich selbst "Oberst" nannte und im Gasthaus "Selonias Paradise" residierte. Er bezog seine Quellen vom höchsten Beirat des Handelsministeriums persönlich und konnte daher immer genau im richtigen Moment seine Leute auf Kaperfahrt schicken. Als die Mitschuld von Rutanern an dem Tod vieler rodianischer Spediteure bekannt wurde, überlegte man auf Loreena bereits den Abbruch aller diplomatischen Beziehungen zu Ruta, was in einem lokalen Krieg hätte gipfeln können. Admiral Ackbar gelang es nur mühevoll, diese Bestrebungen diplomatisch zu unterdrücken.

Dem Piloten Tai Skorgon gelang es, den Piraten zu belauschen, konnte sich aber nicht mehr an Details erinnern, da das Gespräch sehr leise und hinter verschlossenen Türen stattfand. Mit einem bewusstseinserweiternden Mittel, das sonst imperiale Verhördroiden anwenden, um die Schmerzempfindlichkeit heraufzusetzen, konnte seine Erinnerung jedoch wieder hervorgeholt werden und so erfuhren die Guardians den Ort des nächsten Überfalls. Die Männer des Obersten griffen auch tatsächlich den Konvoi zu dem vorausgesagten Zeitpunkt an und entpuppten sich als reguläre imperiale TIE-Fighter-Patrouille, die des Öfteren von ihrem Weg abwich und für ordentliche Schmiergelder vernichtende Angriffe auf die loreena'schen Konvois flog. Den Rebellen gelang es, diesen Angriff abzuschlagen, nachdem bereits ein Transporter vernichtet werden konnte. Dafür konnten sie einen Piloten lebend gefangen nehmen. Nach einem entsprechenden Verhör fand sich ein Codewort namens "Prey" und die Angabe, dass der eigentliche Stützpunkt des Obersten in einer Villa irgendwo in den Gebieten nordöstlich der Hauptstadt sein müsste. Ein Einbruch in das Computersystem des bestochenen Handelsmagistraten lieferte endlich einen Hinweis auf den Standort des Stützpunktes, als man eine Holonachricht des Obersten mit dem Codewort "Prey" öffnen und ihre IP-Adresse zu einem bestimmten Standort zurückverfolgen konnte.
  Die Calaydia wurde zu Hilfe gerufen, um den Rückzug in den Weltraum abzusichern, und dann wurde die Villa von den Alliierten im Handstreich gestürmt. Zwei Gruppen konnten die Helfershelfer des Obersten festsetzen und Beweise gegen den korrupten Magistraten sammeln, doch der Oberst konnte in den Wirren des Kampfes noch gerade so entkommen. Nachdem auf Ruta nach einem ähnlichen Angriff auch der verräterische Handelsmagistrat im Rang eines Botschafters gefasst und verhaftet werden konnte, besserten sich die Verhältnisse zwischen Ruta und Loreena schlagartig. Beide Völker sicherten der Allianz der Rebellen daraufhin ihre volle Unterstützung zu.

Status Quo im Restuniversum

Das Imperium indessen nutzte unter Großadmiral Thrawns Führung den von seinem eigenen Militär initiierten Großangriff aus, um seine eigenen Truppen in Richtung der Republik in Marsch zu setzen. Eine kleinere Streitmacht attackierte die hapanischen Sektorflotten vor Kashyyyk, Mon Calamari und die übrigen bevölkerten Welten in hapanischer Hand, während das Gros der Angriffe, mit Großadmiral Thrawn persönlich als schlachtenführendem Kommandeur an Bord, gegen die in den südlichen Systemen angesiedelte Großflotte gerichtet wurde. In mehreren Scharmützeln konnte Thrawn die Hapaner demoralisieren und nach acht Wochen fast vollständig aus den infiltrierten Systemen vertreiben, nur eine Handvoll dem Cluster nahegelegener, eroberter Systeme verblieb tatsächlich im Besitz des Konsortiums, denn bei der überhasteten Kriegsplanung hatte man eines vergessen: Hapanische Raumschiffe sind auf Distanzeinsätze nicht ausgelegt, sondern operieren gewöhnlich im eigenen, wenige Lichtjahre durchmessenden Sternenhaufen. Die Nachschubprobleme waren entsprechend groß und letzten Endes die Achillesferse des hapanischen Blitzkrieges. Die Imperiale Flotte beherrschte nun wieder zwei Drittel der bekannten Galaxis und rüstete weiter auf, während Thrawn begann, sich nach einem anständigen Nachfolger für den toten Kaiser umzusehen.

Das Hapes Konsortium wurde von imperialer Seite dagegen fast völlig ignoriert: Nachdem auch die letzten instabilen Eroberungspläne gescheitert waren, erkannte das Volk die Unzulänglichkeit der Königinmutter Ta'a Chume und es brachen erhebliche Aufstände los, die von anderen wichtigen Häusern des hapanischen Sternenreiches unterstützt wurden. Zwar gelang es Ta'a, an der Macht zu bleiben, jedoch nicht ohne erhebliche Zugeständnisse wie den vollständigen Verzicht auf Angriffsbestrebungen gegen andere Sternenreiche. Etwa ein halbes Jahr nach der letzten Offensive versucht das Konsortium noch immer, die Wogen zu glätten und die immensen Schäden der Ionenstürme zu beseitigen.

Die neue Heimat

Wenige Tage nach der Beendigung des Jachje-Konfliktes durch die Rebellen meldete sich der loreena'sche Botschafter Grodee erneut bei den Alliierten. Man habe einen Funkspruch aufgefangen, der vor über zehn Jahren von einem ihrer Expeditionsschiffe abgeschickt worden sei. Wie er erklärte, hatte man vor zwanzig Jahren ein Pilotprojekt gestartet, um die tieferen Gefilde der Pasqaah-Rotwolke nach potenziellen Handelspartnern abzusuchen. Fünf Schiffe wurden ausgesandt und kehrten nie zurück, aber diese eine Einheit berichtete in ihrem Funkbericht von einer seltsamen behaarten Rasse, die hochintelligent sei und mehrere Planeten im Westbezirk der Rotwolke für sich beanspruche. Es sei eine relativ friedfertige, aber hochentwickelte Spezies mit hohem Interesse an weiteren Handelskontrakten.
  Ein Vertrag wurde geschlossen, aber auf dem Rückweg wurde der Corellianische Blockadebrecher der Loreenaer offenbar schiffbrüchig. Um die Handelsbestrebungen wieder aufblühen zu lassen, lockte Grodee die Eskortdienste der Nebulon-B Fregatte Calaydia sowie der Blue Guardians mit dem Hinweis, dass die Unbekannten hervorragende Navigatoren seien und sich im Westbezirk der Rotwolke hervorragend auskennen. Da die Allianz dringend nach einer bewohnbaren Welt suchte, nahm Admiral Ackbar das Angebot an und begleitete Grodees Diplomatenschiff Hr'oar'tan an Bord der Calaydia zu den Koordinaten des Wracks.
  Wenige Tage später fand man das Wrack und in diesem, nachdem man einen heimtückischen Piratenangriff abschlagen konnte, auch das Manifest des Schiffes, die sogenannte "Black Box", welche die Koordinaten einer dieser Welten besaß. Die Calaydia blieb zurück, um das Wrack näher zu untersuchen und schickte die anderen Einheiten bereits voraus.

Der Anflug gestaltete sich recht schwierig, da plötzlich eine Staffel Pinook-Jäger und zwei Marauder-Korvetten auftauchten und die Hr'oar'tan zum Absturz brachte. Die Blue Guardians konnten zwar den Piratenangriff abwehren, aber mussten danach feststellen, dass außer Grodee und einigen anderen schwerverletzten Rodianern niemand den Absturz überlebt hatte. Der Planet schien überdies unbewohnt zu sein, da gewaltige Explosionskrater und zerstörte Städte samt einer beinahe komplett vernichteten Vegetation darauf schließen ließen, dass die Welt vor einigen Jahren brutal entvölkert worden war -- vermutlich gar ein Angriff dieser organisierten Piratenbanden, derer man schon zwei in diesen Gefilden angetroffen hatte.
  Entgegen aller Hoffnung kam dennoch bald Hilfe vom Planeten. Die unbekannten Fellträger, wie die Expeditionsgruppe die Bewohner der öden Welt bezeichnet hatte, stellten sich als Bothaner heraus. Ihr eigener Raumsektor befand sich unmittelbar in der Nähe, etwas westlich von der Rotwolke, und so war es nur natürlich, dass sie im Laufe der letzten Jahrzehnte auch hier hinein expandiert waren. Man erfuhr von dem Anführer der Bothaner, dass diese Welt lediglich eine von Dutzenden dieser Art sei und nach den erfolglosen Siedlungsversuchen zu einer Art 'Filiale' eines großen Bergbauunternehmens geworden sei, das sich selbst Zamk'susha Heavy Industries nennt und auch Speditionsaufgaben innerhalb der Rotwolke für Bothawui wahrnehme. Er selbst stellte sich als Torsk Fre'skar vor und behauptete, der Direktor dieser seltsamen Filialwelt namens Pasq-Zam-9/I zu sein. Ferner berichtete er davon, dass auch Bothawui nun unter imperialer Herrschaft stünde, aber eines der alten Geheimdienstzentren, das nicht einmal der alliierten Führungsspitze bekannt war, inmitten der Wolke noch aktiv sei und Millionen bothanischer Flüchtlinge beherberge. Auch gebe es dort die von den Alliierten erwünschten Kontakte zu bothanischen Regierungssprechern, um über die Preisgabe der Koordinaten eines unbewohnten Planeten zu verhandeln.

Ehe er den Rebellen die Koordinaten preisgeben wollte, erwartete Fre'skar jedoch, wie es in der Rotwolke Sitte zu sein schien, eine Art Freundschaftsdienst von den Blue Guardians. Sie mussten einen entführten Transportkonvoi mit geheimen Industrieunterlagen, wertvollen Mineralien und einer mehrköpfigen Besatzung aus den Klauen der Piraten befreien und zurück nach 9/I bringen. Wie Fre'skar ungerne zugab, hing sein Posten als Direktor an dem Erfolg dieses Unternehmens, da eine Untersuchungskommission der Vorfälle ihn für die schlechten Sicherheitsvorkehrungen verantwortlich machen würde.
  Er übergab den Guardians die letzte Positionsmeldung des Transporters und versprach ihnen als Dank für ihre Einsatzbereitschaft die Koordinaten der Geheimdienstwelt Pasq-Zam-Aleph/M, wie ihre kodierte Bezeichnung lautete. Schweren Herzens nahmen die Guardians auch diesen Auftrag an und äscherten wenige Stunden später nach heftigen Kämpfen eine starke Piratenbasis in einem Asteroidenfeld ein. Das Flaggschiff der Piraten, eine Marauder-Korvette, wurde von den befreiten Geiseln besetzt und mit den gestohlenen Waren beladen, danach sprengten die Guardians die Basis in tausend Stücke.

Fre'skar hielt sein Versprechen und vertraute ihnen endlich die Koordinaten der bothanischen Geheimdienstwelt an. Die Calaydia nahm zwei Wochen später die Verhandlungen mit den Bothanern auf und schickte eine Abordnung hoher Offiziere, darunter auch Admiral Ackbar, die Generäle Rieekan und Madine herunter in das Regierungsgebäude, um abschließende Konferenzen zu führen.
  Die Blue Guardians fungierten vom nahen Raumhafen aus lediglich als Ehreneskorte und sollten warten, jedoch ereignete sich plötzlich an der Stelle des Regierungspalastes eine Explosion. Der Kommandant des alliierten Wachdienstes konnte gerade noch den Angriff unbekannter, maskierter Männer weitermelden, dann brach der Kontakt zu den Offizieren endgültig ab. Gleichzeitig griffen einige starke Raumschiffe urplötzlich die Calaydia an, so dass es keine Möglichkeit für sie gab, den eingeschlossenen Offizieren auf Aleph/M zu helfen.
  Die Guardians warteten dagegen nicht lange und starteten sofort in Richtung des Regierungssitzes, drangen in diesen ein und kämpften sich durch einige unterirdische Bunkeranlagen bis zum letzten Standort der Funkmeldung. Dort fanden sie Admiral Ackbar schwerstverletzt vor und konnten General Madine und Rieekan wiederbeleben, ein vierter Offizier, Colonel Ojonna, starb noch vor Ort an seinen Verletzungen. Die Wachmannschaft war bis auf wenige Männer dezimiert worden. Dr. Baxter, der Exomediziner in der Guardians-Staffel, nahm vor Ort eine Notoperation an Ackbar vor, während ein zweites Team die imperialen Geheimdienstagenten jagte, als die sie sich schließlich aller Vermutung nach entpuppten. Zwar versuchte der Feind, mit den starken planetaren Funkeinrichtungen eine Positionsmeldung ans Imperium zu senden, doch glücklicherweise konnten die Guardians die Agenten vorher zur Strecke bringen.
  Im Weltall gelang es General Dodonna dank der unterstützenden planetaren Abwehrgeschütze, die Angreifer zu vernichten und endlich Rettungstrupps nach unten zu schicken. Admiral Ackbar wurde mit knapper Not gerettet und verbrachte zwei Wochen im Bactatank. Bis dahin konnte der bothanische Geheimdienst sicherstellen, dass alle imperialen Unterlagen über den Standort der Rebellenbasis weiterhin geheim bleiben würden -- es war nur eine lokal operierende Gruppe ohne weitere Kontakte zur Außenwelt.

Das Red-Kalidor-System wurde von den Blue Guardians entdeckt.

Einige Tage nach dem Angriff gaben die bisher misstrauischen Bothaner den Rebellen die ungefähren Koordinaten mehrerer Systeme innerhalb der Rotwolke preis, in denen sich nach ihren Informationen nicht nur mehrere Sauerstoffwelten ohne intelligente Einwohner befinden mussten, sondern in deren Nähe auch ein schwarzes Loch lag, das glücklicherweise genau kartographiert war. Dieses sollte weiteren Ortungsschutz vor imperialen Sondendroiden bieten und entpuppte sich geradezu als Glücksfall für die Rebellen.
  Eine Expedition wurde ausgeschickt, und wieder bildeten die Blue Guardians die Speerspitze, um ein paar Suchmuster abzufliegen und dabei alle in Frage kommende Systeme genauestens zu überprüfen. Sie stießen auf Asteroidenfelder, Gasriesen und einmal auf einen gefährlichen Neutronenstern, doch als die eine Fluggruppe gerade eine nützliche Sauerstoffwelt entdeckte, geriet die andere Gruppe unter den Beschuss einer Gruppe Kopfgeldjäger, die aus einigen Y-Wings und einem Firespray-Schnellboot bestand. Die Kopfgeldjäger konnten vernichtet werden, aber der Firespray entkam in den Hyperraum, nachdem er identifiziert werden konnte.
  Es handelte sich um einen Mann, der regelmäßig für das Imperium arbeitete und schon seit Jahren dafür bekannt war, hauptsächlich alliierte Aktivitäten an das Kaiserreich zu verraten. Dies musste unbedingt verhindert werden, also verfolgten sie die angeschossene Firespray bis zum Rande des schwarzen Loches, wo der Kopfgeldjäger aufgrund eines Schadens plötzlich gestrandet war.
  Die Guardians wollten ihn schon vernichten, als eine Meldung von der Firespray eintraf. Es handelte sich um einen Gefangenen des Kopfgeldjägers, der sich infolge des Gefechtes befreien konnte und das Schiff übernahm, und der sich als Lando Calrissian entpuppte. Sie retteten ihn aus dem Schwartzschildradius der Anomalie und brachten ihn zurück zur Calaydia.

Zurück zu den Wurzeln

Abermals einige Wochen später waren die ersten Siedlungen der Allianz auf der neuen, noch namenlosen Sauerstoffwelt entstanden, die von zwei kleinen Monden umkreist wird. Die verbündeten Welten in der Pasqaah-Rotwolke hielten ihre Versprechen und so sandte Loreena vor allem Lebensmittel und andere Agrarerzeugnisse, Ruta stellte seine Raumdocks und die Erzeugungsindustrie zur Verfügung, während die Bothaner die Rebellen vor allem mit Geheimdienstinformationen und hochwertiger Technologie auf die Füße halfen.
  General Calrissian gab zu diesem Zeitpunkt Informationen preis, nach denen in der nächsten Zeit ein Transport gefangener Republiksoldaten vom Imperium nach Kessel gebracht werden sollte. Die Guardians erhielten den Auftrag, ihre Verbündeten zu retten. Der relativ leicht bewachte Transfer sollte bei Kubindi am einzigen Orientierungsstopp abgefangen werden, ehe er nach Kessel gelangen sollte.
  Ganz gelang das nicht, und so verloren die Rebellen nicht nur nahe Kubindi beinahe den Transport aus den Augen, sondern konnten auch eine essentielle Nachschublieferung, die den Konvoi begleitete, nicht ausschalten. Doch immerhin gelang es ihnen, den Transporter zu beschädigen und so sprang er nicht direkt ins Kessel-System, sondern nur bis zu dessen Rand, um den Rest im Sublichtflug zurückzulegen.
  Die B-Wings, die die X-Wings der Guardians begleiteten, konnten schließlich den Transporter mit Torpedounterstützung ausschalten und ein Rebellensturmtrupp kaperte das Schiff, während die B-Wings zusammen mit den Guardians den penetranten Begleitschutz, einen Siegesklassensternzerstörer, mit ihren letzten Geschossen bombardierten. Es gelang, außer den anwesenden TIE-Gruppen auch den Zerstörer zu vernichten, bis der Sturmtrupp samt den befreiten Gefangenen das System verlassen konnte.
  Es folgten mehrere Einsätze, in denen die Blue Guardians ihre überlegenen Kampfeigenschaften unter Beweis stellen mussten. So unterstützten sie die Überfälle einer Kampfgruppe des Mon Calamari-Kreuzers Queen of Honor, welche imperiale Transporte vom abgelegenen, von Kaminoanern besiedelten und durch das Imperium besetzten Planeten Selubles und von Kamino selbst abfangen sollte. Nicht nur der gerade wieder anwachsende Nachschub an imperialen Klontruppen, sondern auch das wertvolle Neutronium und große Mengen Gold sollten in die Kernwelten verschifft werden. Die Guardians vereitelten einige dieser Transportunternehmungen. Auch innerhalb der Pasqaah-Rotwolke wurde dieses Kampfgeschwader aktiv. Den Ausbruchsversuch eines imperialen Kriegsgefangenen konnten sie nur mit Mühe verhindern. Auch den Überfall einer Pirateneinheit auf die Ausbildungsgruppe von der Home One konnten sie vereiteln. Letzterer spielte sich auf einem uralten, längst von seinen Bewohnern verlassenen Planeten in direkter Nähe zum großen schwarzen Loch in der Nähe des Red Kalidor-Systems ab. Dort konnten auch Hinweise über dieses kosmische Phänomen gefunden werden und es stellte sich heraus, dass dieses schwarze Loch von jenen Eingeborenen Great Black Zero (große schwarze Null) genannt wurde. Denselben Namen erhielt schließlich dieses Piratensystem, das von der Calaydia schließlich ausgeräuchert werden konnte.

Allianz mit den Insektoiden

Die nächste größere Kampagne führte über Zwischenstopps zum galaktischen Zentrum der Bactaproduktion -- Thyferra. Kontakte mit den Schmugglern, welche der unvermittelt aufgetauchte Luke Skywalker besaß, sicherten der Allianz einen ersten Zugang zu der wertvollsten Heilsubstanz der Galaxis. Die Schmuggler verrieten die Rebellen, Meister Skywalker aber konnte ihrem Anführer im Sterben noch seine Bezugsquelle für das Bacta verraten. Wie sich herausstellte, war der Klinikleiter eines weniger angesehenen, kleinen Bactakartells, das vom Imperium nur halblegal geduldet wird, der Hauptversorger der Schmuggler, Doktor Naxas Zelphron.
  Also mussten die Guardians versuchen, zu diesem Zelphron Kontakt aufzunehmen. Der erste Schritt war, sich in das schwer bewachte Polith-System einzuschleichen. Nach einem schon gefährlichen Gefecht gegen eine Wachgruppe von TIE-Defendern konnten die Guardians unbemerkt einen der beiden Monde von Thyferra erreichen und dort nach einem waghalsigen Weltraumspaziergang den vom sterbenden Schmugglerkapitän bezeichneten geheimen Umschlagplatz einnehmen: Ein vollautomatischer, winziger Hangar, der von der Planetenoberfläche aus beliefert wird.
  Der Kontakt mit einer zweiten Schmugglerorganisation wurde bald hergestellt. Deren Boss forderte einen Vertrauensbeweis -- ein Ablenkungsmanöver und eine sichere Passage für seine Transporter durch die imperialen Linien. Danach wurden die Blue Guardians in die Geheimnisse der Schmuggler teilweise eingeführt. Eine Landung wurde möglich, indem die Schmuggler eine seit Jahrzehnten im Geheimen ausgebaute Anflugschneise im Ortungsschutz vor den beinahe undurchdringlichen Scannerphalangen der Raumhafenkontrolle nutzten und nahe über einem Dschungelfluss bis zur Sonnentalklinik flogen, in der Dr. Zelphron arbeitete.
  Leider wurden die Guardians von einem automatischen Scanner erfasst und dieser leitete seine Daten zu einer halbautomatischen Überwachungsstation zu dem kleinen Bergdorf Cosuleg Peak weiter. Den Piloten blieb keine andere Wahl, als in das Dorf einzudringen und nach einiger Unterstützung durch die lokale Bevölkerung und einen Kräutersammler, der den Schmugglern noch einen Gefallen schuldig war, den kleinen imperialen Forschungsstützpunkt zu infiltrieren. Es gab ein kurzes Gefecht, dann entkamen die Rebellen mit einem erbeuteten AT-ST und einem Schwebepanzer der Schwert-Klasse. Im Dschungel gelang ihnen die Rückkehr zu der Klinik erst, als sie mit einer größeren Gruppe imperialer Verfolger aneinander geraten waren. Dem stellvertretenden Staffelführer, Tai Skorgon, wurde in diesem Kampf leider von einer Granate ein Unterschenkel zerfetzt. Glücklicherweise konnte der schmuggelnde Chefarzt den Piloten retten, auch wenn für Tais Kameraden dafür ein weiterer Einsatz und der Diebstahl spezieller medizinischer Geräte nötig wurden. Skorgon erhielt eine Beinprothese.
  Nach Tais Genesung nahmen die Guardians dank eines jungen Schmugglers, der sie führte, den Kontakt zu einer versteckt lebenden Gruppe der eingeborenen Vratix auf, dem Insektoidenstamm der Terqle, die Doktor Zelphron im Geheimen mit Bacta belieferten, an den imperialen Gesetzen vorbei. Eine ganze illegale Fabrik hatten sie dafür eingerichtet. Als das Imperium unvermittelt und nur wenige Stunden später ihre Spur aufnahm, konnten die Guardians glücklicherweise noch den Stamm rechtzeitig warnen. Unter schweren Verlusten in der Vratix-Kriegerkaste konnte der größte Teil des Terqle-Stamms aus der imperialen Falle entrinnen und mit dem Aufbau einer neuen Siedlung beginnen.

Währenddessen erfuhr Commander McEjal, die in der Sonnentalklinik die Schmuggler im Auge behalten sollte, dass das Imperium einen neuen Plan zur Unterbindung des Schmuggels entworfen hatte. Der für die planetare Sicherheit zuständige imperiale Staatssekretär Narwje hatte nämlich dem großen Bactakartell der Familie Xucphra, namentlich dem Magistrat Loonar Xucphra, den Auftrag erteilt, mit mehreren tausend Verpinensklaven aus den Technologiewerken von Slayn & Korpil, welche den B-Wing für die Neue Republik gebaut hatten, ein planetenumspannendes Satellitennetzwerk zu errichten. Narjwe hatte vor, diese Satelliten nicht nur zur Unterbindung des Bactaschmuggels einzusetzen, sondern auch einige teilweise im Schutz des undurchforstbaren Dschungels rebellierenden Verpinenstämme aufzuspüren und mit Stumpf und Tentakel auszurotten.
  Die Guardians konnten diese Pläne bestätigen und sogar einen Transfertermin für die ersten Sklaven herausfinden. Diesen griffen sie mit Unterstützung durch die Calaydia und die Black Defenders an und es gelang die Befreiung von mehreren hundert Verpinentechnikern. Die meisten von ihnen blieben auf der Calaydia zurück, um, bereits in der Kenntnis der technischen Daten zu diesem Mammutprojekt, eine wirksame Abwehrwaffe gegen die Satelliten zu entwickeln. Eine kleinere Gruppe folgte den Guardians zurück nach Thyferra. Das Imperium erwartete sie bereits, doch dank der Schmuggler, die ihnen selbstlos unter die Arme griffen, konnten die Verpinen sicher den Boden erreichen.