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Am besten nicht gleich mit dem Namen deines Helden. Der ist so wichtig, dass du ihn nicht überstürzt wählen solltest. Er soll zu deinem Helden passen, und ohne eine Idee von deiner Spielfigur kannst du das nur schwer erreichen. Du brauchst also zuerst eine Idee -- und während du deinen Helden entwickelst, oder auch erst, wenn du mit allem anderen fertig bist, fällt dir bestimmt der perfekte Name ein!
Basiswissen ist eine Voraussetzung, damit du eine Idee davon bekommst, welche Figur du spielen willst. Mach dir zuerst einmal klar, in welche Geschichte du einsteigst: Unser Rollenspiel findet länger als zehn Jahre nach den letzten "Star Wars"-Filmen statt. Nicht alles, aber vieles hat sich verändert: Der Bürgerkrieg hat nie wirklich geendet, denn Großadmiral Thrawn hat das Imperium wiedererrichtet. Die Neue Republik gibt es dank seiner Intrigen nicht mehr, nur noch eine Handvoll verzweifelter Rebellen. Unsere Geschichte ist also völlig anders als die, welche die Bücher des "Expanded Universe" erzählen. Sie ist wieder der klassische Konflikt zwischen Gut und Böse, David gegen Goliath. Und noch mehr!
Hast du unsere Hintergrundgeschichte gelesen? Wenn nicht, solltest du das vielleicht jetzt tun. Es hat sich natürlich schon vieles ereignet und dementsprechend lang ist sie, doch du kannst sicher sein, dass du hier auch ein paar Anhaltspunkte findest, die für deine Figur wichtig sein könnten.
Doch bevor du jetzt so richtig loslegst, noch eine kleine Ermahnung: Egal, was du alles festlegst, lasse dir immer genügend Spielraum für eine weitere Entwicklung! Eine Rollenspielfigur, die sich nicht mehr entwickeln kann, wird schnell langweilig! Also nimm dir Zeit für deine Charakterentwicklung, ruhig auch mehrere Tage, überstürze nichts und wenn du einen Rat brauchst, frage uns! Was zählt, ist, dass am Ende alle mit deinem Charakter zufrieden sind: Du selbst und deine Mitspieler.
Nun hast du ein Bild der Spielsituation vor Augen. Du weißt sicher auch bereits, welcher Seite deine Figur dienen soll, dem Imperium oder den Rebellen. Egal, wofür du dich entscheidest, deine Figur wird sich vermutlich auf der Seite des Rechts sehen. Vielleicht hast du jetzt auch schon eine Idee, wie die Persönlichkeit deiner Figur ungefähr werden soll, etwa durch eine Lieblingsfigur aus den Filmen oder anderen Geschichten. Fest steht jedenfalls, dass deine Figur ein Soldat wird; doch was bewegt sie überhaupt dazu, als Soldat auf dieser oder jener Seite zu kämpfen? Warum steigt dein neuer Held an ausgerechnet dieser Stelle in die Geschichte ein? Eine richtig gute Figur beruht immer auf einer Emotion, die sie antreibt! Lege diese Motivation fest, bevor du dir die restlichen Eigenschaften überlegst, damit du deinem Charakter später treu bleiben kannst.
Es gibt viele unterschiedliche Motivationen, etwa Liebe oder Rachegefühle oder eine politische Gesinnung. Möchte dein Charakter etwas verändern, über das er sich ärgert? Was wäre mit Habgier, Hass, Eifersucht, Furcht oder Ehrgefühl? Folgt er vielleicht einer Familientradition oder einer religiösen Lehre oder hat er keine andere Lebensperspektive? Schämt er sich für etwas, das er früher getan hat? Du kannst auch mehrere Motivationen miteinander kombinieren, aber suche zuerst nach der Kernidee seines Handelns.
Emotionen hängen immer auch stark von der Herkunft, der Spezies oder anderen wichtigen Eigenschaften deiner Figur ab. Es gibt Spezies, die überhaupt keine Liebe empfinden können, also wäre es sicher keine gute Idee, ein solches Alien aus Liebe handeln zu lassen.
Bisher weißt du also, für welche Seite deine Figur kämpfen will und warum sie das tut. Damit hast du die ersten wichtigen Charaktereigenschaften festgelegt.
Überlege dir nun, wer deine Figur nun eigentlich ist, wie sie von innen aussieht und welche Stärken und Schwächen deine Figur hat. Jeder Mensch und jedes Alien hat Stärken und Schwächen und von diesen hängt es auch ab, wie sich die Figur entwickeln kann und was in ihrer Vergangenheit so alles passiert sein könnte. Zur Charakterentwicklung gehört schließlich auch die Lebensgeschichte. Keine Person ist einfach plötzlich da, sondern hat schon ihre eigenen Erfahrungen gemacht und ein Leben gelebt. Dieser Lebenslauf wird geprägt von unterschiedlichen Motivationen, aber auch von diesen Stärken und Schwächen.
Stärken und Schwächen solltest du aber zunächst genau abwägen. Niemand hat nur Stärken oder nur Schwächen -- suche den Ausgleich, denn wenn du überwiegend Stärken mitbringst, gibt es keine Herausforderung für dich, deine Figur zu spielen, es ist langweilig und unfair und vermutlich wirst du mit einem solchen "Supercharakter" auch keine Freunde unter deinen Mitspielern finden; hat deine Figur dagegen fast nur Schwächen, bist du sehr eingeschränkt und es ist auch sehr unrealistisch, warum dich eine Armee oder Raumflotte als Soldaten akzeptieren sollte. Beide Extreme wären ein guter Grund für unsere Ausbilder, deinen Charakter abzulehnen.
Du hast dir vielleicht schon überlegt, welchem Truppentyp dein Charakter angehören soll -- logisch, denn du möchtest ja bei uns einen Soldaten spielen und jeder, der "Star Wars" einmal gesehen hat, war sicher beeindruckt von irgendwelchen Waffen oder Berufen, die nur dort existieren. Wenn du dich noch für keinen Spielposten entschieden hast, schau dir an, welche es gibt: Du kannst im Chat-Rollenspiel der Rebellen nur einen Jägerpiloten oder neuerdings einen Soldaten des Heeres spielen, aber im E-Mail-Rollenspiel gibt es beim Imperium wie bei den Rebellen sieben mögliche Dienstposten der Raumflotte:
Besonders begabte Kämpfer können beim Imperium sogar für die Sturmtruppen rekrutiert werden. Schau dir doch einmal unsere Übersicht imperialer Dienstposten an, um dich zu entscheiden.
Für jede "Berufswahl" braucht deine Figur gewisse Eigenschaften.
Wenn du einen Jägerpiloten oder Kanonier spielen möchtest, sind ausgeprägte Reflexe sicher von Vorteil, aber einen starken Körperbau benötigst du nicht. Den könnte ein Kämpfer vom Sicherheitsdienst aber sicher gut gebrauchen und vielleicht sollte er auch mutig sein, aber besonders intelligent muss er nicht gerade sein. Du könntest auch einen Akademiker mit ausgeprägtem technischen Sachverstand spielen, aber wer sich sein Leben lang mit Computern oder Maschinen beschäftigt, besitzt vielleicht nur geringe Menschenkenntnis. Oder deine Figur beherrscht viele Fremdsprachen und geht gerne auf fremde Spezies zu, aber ist ein ausgesprochener Feigling, wenn es zum Kampf kommt.
Sei trotzdem nicht zu einseitig mit deiner Auswahl: Es gibt ja auch noch andere Mitspieler und vielleicht ist dein Lieblingsjob bereits besetzt. Deshalb solltest du dir Gedanken machen, ob du nicht zur Not auch einen anderen Dienstposten nehmen magst. Du kannst bei uns (außer beim Chat-Rollenspiel) bis zu drei Lieblingspositionen auswählen. Auch zu deinen Alternativen sollten die Eigenschaften deiner Figur passen, deshalb ist es günstig, wenn du nah verwandte Dienstposten zur Alternative angibst, etwa bei einem Kanonier auch den Jagdpiloten oder den Sicherheitsdienst der Marineinfanterie, für einen Techniker dagegen einen anderen akademischen Beruf. Jetzt hast du schon einen Grundstein gelegt. Die Motivationen und Emotionen, die Stärken und Schwächen bestimmen zu einem großen Teil mit, wie sich der Lebenslauf deiner Figur entwickeln wird.
Überlege dir nun, wo deine Figur herkommen soll, welcher Rasse sie angehört und von welchem Planeten sie stammt. Das Imperium ist traditionell Aliens gegenüber sehr feindselig eingestellt, hier bietet sich am ehesten noch ein Mensch an oder eine den Menschen sehr ähnliche Unterspezies der Menschen, die sich häufig nach dem Heimatplaneten orientiert. Einige Völker werden aber zähneknirschend trotzdem akzeptiert, beispielsweise Twi'lek oder Zabrak. Solche Personen werden aber im korrupten Imperium sicher nie sehr hohe Ränge erreichen und du wirst Probleme haben, eine gut verlaufende Karriere ausreichend zu erklären. Nicht jedes Alien kann eine Ausnahmeerscheinung wie Großadmiral Thrawn sein, und wenn du deinen Nichtmenschen spielst, wirst du sicher mit vielen Akten der Fremdenfeindlichkeit konfrontiert. Es muss also schon sehr starke Argumente geben, warum ein Alien bei den Imperialen akzeptiert werden sollte und warum dein Aliencharakter trotzdem unbedingt dem Imperium dienen will.
Bei der Rebellenallianz dagegen hast du eine ziemlich freie Auswahl. Es gibt viele Aliens, die gute Gründe haben, das Imperium zu bekämpfen, und auch sehr viele Menschen. Manche Völker eignen sich aber trotzdem nicht zum Soldaten, entweder von ihrer Mentalität her oder von ihrer körperlichen Beschaffenheit. Stelle dir etwa einen Hutt vor, der lieber das Imperium bekämpft, anstatt sein Geld zu zählen! Oder kannst du dir einen Ewok ausmalen, der einen Raumjäger steuern oder einen Blaster bedienen kann?
In "Star Wars" gibt es viele Rassen. In unserer Datenbank sind die wichtigsten von ihnen enthalten. Wenn du dich nicht entscheiden kannst, bist du dort genau richtig. Dort erfährst du auch gleich, von welchem Planeten deine Figur stammen könnte. Manche Völker, beispielsweise die Menschen, sind sehr weit in der Galaxis verbreitet und kommen auf beinahe jedem Planeten vor, haben sich sogar in viele verschiedene Kulturen aufgespalten. Andere Völker verlassen ihren Heimatplaneten nur selten und sind daher auch nicht überall anzutreffen. Du solltest dir also immer überlegen, warum ein Rodianer nicht auf Rodia, sondern auf einem anderen Planeten geboren worden ist oder den anderen Planeten als seine Heimatwelt betrachtet.
Denke auch daran: Es gibt Planeten, die kennt einfach jeder und es gibt andere, die kennt wirklich niemand. Natürlich kann jeder Mitspieler etwas mit Tatooine, Coruscant oder Alderaan anfangen, aber gerade deshalb kommen auch viele Figuren von den bekanntesten Planeten. Da kann es langweilig werden, wenn deine Figur auch von dorther stammt. Überlege dir auch Folgendes: Von diesen Planeten existieren auch entsprechend viele Geschichten. Da sind logische Fehler schnell passiert. Wir haben leider (noch) keine eigene Sternenkarte, auf der alle Planeten verzeichnet sind, aber es gibt eine ausgezeichnete Karte von allen Star-Wars-Planeten, die wir selbst als Grundlage verwenden. Die Seite (nav-computer.com) existiert heute leider nicht mehr, aber wir haben deren Karte gespeichert und modifiziert. Du findest sie hier. (Als letzte Wahl kannst du natürlich deine eigene Rasse und deinen eigenen Planeten entwerfen, doch wir empfehlen dir dringend, dass du dich deswegen zuerst mit der Spielleitung auseinander setzt. Neulingen im Rollenspiel müssen wir davon eher abraten.)
Eng mit der Spezies ist natürlich auch verknüpft, welche Geschlechter in ihr existieren. Es gibt viele zweigeschlechtliche Völker, aber auch Zwitterwesen oder ganz andere Formen der Fortpflanzung. Nun fragt unser Anmeldeformular zwar nach "Mann" oder "Frau", aber wenn es nicht zu entscheiden ist, erwähne das in deinem Lebenslauf! Überlege dir anhand der jeweiligen Spezies genau, welche Rechte welchem Geschlecht zukommen mögen. Es gibt Völker, in denen Gleichberechtigung ein Fremdwort ist und nur Männer oder nur Frauen das Recht haben, Waffen zu tragen oder den Planeten zu verlassen. Und zu guter Letzt ist es natürlich eine Geschmackssache und eine Frage deiner eigenen, persönlichen Einschätzung. Natürlich ist es wohl am einfachsten, wenn du von dir selbst ausgehen kannst und einen Menschen deines eigenen Geschlechts spielst, aber für viele Rollenspieler ist es interessant, die Welt einmal durch völlig andere Augen zu erblicken.
Der letzte Teil dieses Schritts ist dann fraglos, wie deine Figur aussehen soll. In keiner Spezies (nicht einmal bei solchen, die sich durch Klonen fortpflanzen, wie den Kaminoanern oder den Khommiten), sieht ein Individuum genau aus wie das andere. Deine Figur verdient es, einzigartig zu sein. Fange bei wichtigen Einzelheiten wie Haut-, Haar- und Augenfarbe oder dem Körperbau an, gerade so, wie es dir gefällt, und füge am Ende noch besondere Merkmale hinzu wie kleine Narben oder andere Schönheitsfehler -- oder vielleicht eine Krankheit, an der dein Held leidet. Vielleicht suchst du dir auch ein schönes Bild für ihn.
Jetzt hat deine Figur vielleicht immer noch keinen Namen, aber du bist ja auch noch nicht ganz fertig. Durch deine bisherigen Entscheidungen hast du schon ein gutes Stück vom Lebensweg deines Rollenspielcharakters festgelegt. Sogar die Narben, Krankheiten, Stärken und Schwächen deiner Figur können schon eine Geschichte erzählen. Bevor du aber wirklich die Vergangenheit deiner Figur fertig ausarbeitest, solltest du dir deine Figur mit geschlossenen Augen vorstellen können.
Du erschaffst hier ein komplettes neues Leben, und kein Leben verläuft wie irgendein anderes. Es wird Zeit, dir Besonderheiten auszudenken, die deinen Helden von allen anderen unterscheiden und ihn damit erst so richtig lebendig machen. Überlege dir auch so banale Dinge wie das Lieblingsessen, die Lieblingsfarbe oder die Freizeitkleidung deines Helden. Empfindet er womöglich einen Ekel vor bestimmten Tieren, hat er einen Spleen oder eine Sammelleidenschaft? Und wie steht es überhaupt mit seiner Familie und seinen Freunden?
Aber Vorsicht! Jeder zweite Rollenspielcharakter hat tote Eltern oder Geschwister, schleppt irgendeine seelische Last mit sich herum, möchte aus irgendwelchen Gründen an irgendjemandem Rache üben oder ist der letzte Überlebende seiner Art. Jetzt muss er wieder von vorne beginnen; ein sehr bequemer Trick, aber ziemlich billig. Besser ist es, wenn dein Held nicht allzu außergewöhnlich ist, sondern vielleicht gerade das Gegenteil, ein normaler Bürger mit hier und da ein paar Besonderheiten, die ihn charakterisieren. Ein gesunder Mix von Normalität und Einzigartigkeit ist der Schlüssel zu einer wirklich überzeugenden Figur.
Nun kommt es darauf an, dass du wichtige Stationen im Leben deiner Figur markierst und dich entscheidest, wieviel du deinen Mitspielern von Anfang an preisgeben willst. Denke an die Warnung vom Anfang: Im Laufe deines Rollenspiels kommt es sehr darauf an, deine Figur weiter zu entwickeln: Deine Figur muss Erfahrungen sammeln können, also sollte sie noch längst nicht alles gesehen und erlebt haben. Halte dir Spielräume offen! Vielleicht brauchst du sie später, um nachträglich noch etwas zu erklären, etwa einen Bekannten von früher, den deine Figur wiedertrifft.
Besonders schön ist es, wenn du dich ein wenig auf die bisherige Spielgeschichte beziehst. Natürlich haben viele Ereignisse, die in unserer Hintergrundgeschichte erzählt werden, wesentlichen Einfluss auf die gesamte Galaxis genommen, also ist es unwahrscheinlich, dass deine Figur davon gar nichts gehört hat und von diesen Geschehnissen unbeeinflusst blieb. Deshalb ist die Hintergrundgeschichte so wichtig für dich: Hier bieten sich zahlreiche Ansatzpunkte, an die du deinen Lebenslauf anlehnen kannst.
Außerdem wichtig: Deine Figur beginnt immer mit dem Dienstgrad eines Rekruten, also wird sie bestimmt noch nicht als Soldat gearbeitet haben -- wenn doch, dann wäre es unrealistisch, warum man sie nicht mit einem höheren Dienstgrad einstellt. Natürlich kommt es vor, dass imperiale Soldaten zur Rebellion überlaufen, aber diese haben in der Regel immer ihren Rang behalten. Du solltest also, wenn du einen ehemaligen Soldaten spielen willst, eine Disziplinarstrafe, eine Degradierung oder unehrenhafte Entlassung in Betracht ziehen oder einen anderen Grund finden, warum dein Veteran die damaligen militärischen Verdienste heute nicht mehr beanspruchen darf.
Zu guter Letzt ein Appell: Wenn du dir schon so viele Gedanken machst, damit du an deiner Figur selbst Spaß hast, sollen natürlich auch andere etwas von deiner Figur erfahren können und Spaß dabei haben, es zu lesen. Dein Charakter wird auf der Homepage vorgestellt, also gib dir Mühe, mit Rechtschreibung, Grammatik und mit dem Inhalt! Verleihe deiner Figur ein interessantes und einzigartiges Leben, lasse unwichtige Passagen aus, die nichts Wesentliches über deine Figur aussagen, und überlege dir, ob du eine chronologische Zusammenfassung der wichtigsten Daten schreibst oder vielleicht ein kleines Abenteuer aus dem Leben deiner Figur ersinnst, in welche du die wesentlichen Informationen einfließen lässt. Es muss nicht sehr lang sein, Qualität geht über Quantität. Doch halt! Bevor du anfängst zu schreiben, brauchst du einen Namen. Hast du noch keinen gefunden, suche ihn jetzt!
Sobald die Eckpunkte im Leben deiner Figur feststehen, hast du dich in gewisser Weise bereits eingeschränkt, was den Namen betrifft. Schon von der Spezies kann es abhängen, welchen Namen du deiner Figur geben kannst und welchen nicht, aber auch von regionalen Bräuchen, von der Herkunft -- aber auch nicht zuletzt von deiner Phantasie!
Nur weniges ist schlimmer als ein gut durchdachter Charakter, dessen Name auch von der Erde stammen könnte. Noch schlimmer wäre es natürlich, wenn du dir überhaupt keine Gedanken machst und einfach munter den Namen einer Figur aus Literatur oder Fernsehen übernimmst (das gilt natürlich auch für die Lebensgeschichte und andere Eigenschaften). Der Name ist mit der häufigste Grund, warum wir eine Anmeldung ablehnen, und es hinterlässt immer gleich einen schlechten Eindruck, wenn sich jemand so gedankenlos zeigt. (Früher, in der Gründungsphase unseres Rollenspiels, war das weniger ein Problem, aber heute bestehen wir auf einen anständigen Namen.)
Nimm dir also Zeit! Mit dem Namen steht und fällt dein ganzer Held. Wenn er albern klingt oder einfach nicht zur gewählten Rasse passt, hast du dir viel Mühe umsonst gemacht. Wenn der Name zu kompliziert oder zu lang ist, kann ihn sich niemand merken. Es gibt viele Möglichkeiten, auf einen guten Namen zu kommen und es kann der aufreibendste Prozess an der ganzen Charaktergestaltung sein. Aber es lohnt sich!
Beginne vielleicht damit, dir die Beispielnamen der Rasse anzuschauen, die du gewählt hast. Bei Menschen gibt es unglaublich viele Namen, bei manchen Aliens nur eine Handvoll (du findest sie in der Datenbank unter "Intelligenzvölker"). Bei den meisten Völkern folgt die Namensgebung gewissen Regeln, zum Beispiel haben manche Spezies nur einen einzigen Namen, andere kennen Vor- und Nachnamen oder noch weitere Namensteile, bei anderen wiederum tauchen häufig Sonderzeichen wie Apostrophe auf oder sie verwenden generell sehr viele Vokale oder ganz bestimmte Buchstaben sehr oft.
Manche Spieler nehmen irgendeine beliebige Buchstabenfolge, drehen an ihr so lange herum und tauschen Buchstaben so lange aus, fügen hinzu und nehmen weg, bis es nach einem Namen klingt. Du kennst sicher ein paar Namen aus "Star Wars". Vielleicht kannst du dich ja auch daran orientieren?
Ein Teil deines Namens kann natürlich auch von der Lebensgeschichte abhängen. Vielleicht trägt deine Figur ja einen Adelstitel oder Ehrennamen von seinem Heimatplaneten, den er sich früher erworben hat, oder er darf einen akademischen Titel führen, weil er studiert hat.
Wenn du so gar nicht weiter weißt, gibt es immer noch zwei gute Namensgeneratoren für Star-Wars-Namen im Internet. Die findest du unter diesen Adressen:
Da diese Generatoren ziemlich einfachen Programmregeln folgen, können sie je nach dem Zufallsprinzip gute Ergebnisse, aber auch ziemlichen Unsinn hervorbringen, vielleicht sogar einen Nachnamen, der sehr an einen bekannten Namen aus "Star Wars" erinnert. Lasse dich ruhig von gut klingenden Vorschlägen inspirieren, aber fühle dich nicht gezwungen, irgendetwas von dort unreflektiert zu nehmen, sondern nimm dir vielleicht lieber noch einen weiteren Tag Zeit. Letzten Endes soll dein Charakter ja vor allem dir gefallen.
Ein Rollenspiel mit unserer Geschichte hat natürlich schon einige Anmeldungen erlebt, viele Figuren gesehen und auch manche wieder verloren. Es gibt gewisse Klischees, die gerne verwendet werden, es gibt manche Lebensläufe oder Eigenschaften, die einfach immer wiederkehren; Dinge, die du vielleicht vermeiden willst, damit du nicht gleich in eine Schublade gesteckt oder mit anderen Bewerbern verglichen wirst. Einige dieser Rekorde sind einfach lustige Tatsachen, andere bringen dich vielleicht dazu, deinen Charakter nochmals zu überdenken. Wir wollen damit natürlich keinen Spieler und keinen Bewerber unseres Rollenspiels schlechtmachen, sondern einfach ein paar interessante Fakten wiedergeben. Man kann die meisten hier aufgeführten Klischees natürlich mit einer wirklich genialen Geschichte durchaus aufnehmen und so geschickt verarbeiten, dass sich keiner mehr daran stößt.