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Kampftaktiken

Taktiken für imperiale Flotteneinheiten

Im Verlauf der Raumkämpfe ungezählter vergangener Jahre wurden die Sternenschifftakiken durchgehend verfeinert. Die grundlegenden Züge und Abläufe sind wohlbekannt, wie auch die dazu erforderlichen Gegenmaßnahmen und einzusetzenden Alternativen. Eine Raumschlacht wird so zu einem gespenstischen Tanz des Todes zwischen den jeweiligen Kombattanten, und die Ereignisse laufen mit nahezu würdevoller Unvermeidlichkeit ab. Aus der Ferne - wo man die Schreie der Verletzten und Sterbenden nicht hören kann - sieht eine solche Raumschlacht regelrecht schön aus.
Im Folgenden wird auf die Klassifizierung von Sternenschiffen, ihr Design sowie ihr Einsatz in einer Schlacht Bezug genommen. Dabei sollen grundlegende Doktrinen, wie z. B. Manövertaktiken und bestimmte Konstruktionsvorgaben, hervorgehoben werden.

LCpt Phaelon Darkan
Winter 09 n. E., im Zuge der Stabsoffiziersprüfung


Inhalt

§ 1 Klassifizierung von Sternenschiffen

Obwohl man gewaltige Unterschiede zwischen den Sternenschiffdesigns in der gesamten Galaxis antrifft, haben sich bestimmte Konfigurationen von Waffen, Antrieben und Deflektoren immer wieder in der eigentlichen Schlacht als äußerst wirkungsvoll erwiesen. Zahlreiche Schiffe weisen daher auch viele Ähnlichkeiten auf, haben identische Eigenschaften und Einsatzmodifikationen, auch wenn sich das äußere Erscheinungsbild tatsächlich stark voneinander unterscheiden mag.

Nachstehend sollen die imperialen Standardklassifikationen von Sternenschiffen dargestellt werden, mit ihren jeweiligen Profilen und Einsatzbereichen. Dabei ist zu beachten, dass, abweichend von dieser Norm, die Allianzflotte ebenfalls nach diesen Klassifikationen aufgestellt wird. Zu erwähnen sei dabei jedoch auch, dass die Unterscheidung zwischen den einzelnen Schiffstypen oft unklar ist und einzelne Konzerne oder Flotten ihre Schiffe auch gerne gänzlich unpassend und übertrieben klassifizieren.


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§ 1.1 Raumjäger
Raumjäger

Obwohl es sich bei Raumjägern nicht um Sternenschiffe im weiteren Sinne handelt, bilden sie einen entscheidenden Bestandteil jeder Einsatzflotte und sollen aus Gründen der Vollständigkeit hier nicht unerwähnt bleiben. Ihr Einsatz entscheidet meistens bereits während der ersten Kampfhandlungen den weiteren Verlauf der Schlacht und ist damit mitbestimmend für Sieg oder Niederlage.

Raumjäger sind ein- bzw. zweisitzige Raumfahrzeuge mit der primären Auslegung auf Schnelligkeit, Manövrierfähigkeit und begrenzte, jedoch für ihre Klassen starke Feuerkraft. Raumjäger sind nicht stabil genug, um viel Schaden einstecken zu können. Man erwartet von ihrem Einsatz, dass sie den Vorteil von Schnelligkeit und überlegener Manövrierfähigkeit lange genug durchhalten, um einen Gegner zu beschädigen und niederzuringen. Raumjäger benutzen daher gerne die Schwarmtaktik, um gegen größere Schiffe anzukämpfen und dieses, insbesondere bei den imperialen Staffeln, mit präzisem Erfolg.

Raumjagdmaschinen sind Hochleistungsfahrzeuge mit sehr hohem Wartungsaufwand, begrenzter Reichweite (sofern kein Hyperantrieb vorhanden) und nur wenigen Vorräten an Bord. Sie müssen in der Regel von festen Stützpunkten oder aber von mächtigen, kapitalen Trägerschiffen aus operieren.


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§ 1.2 Blitzangriffs- und Patrouillenschiffe

Blitzangriffs- und Patrouillenschiffe sind etwas größer als reguläre Raumjäger und haben in der Regel eine Besatzung von 4 bis 20 Mann an Bord. Beide Kategorien ähneln sich sehr in ihrer jeweiligen Konstruktion und Bauweise. Der eigentliche Unterschied findet sich darin, dass ein Blitzangriffsschiff über einen Hyperantrieb (mindestens Klasse 3) verfügt, ein Patrouillenfahrzeug dagegen nicht. Die Schiffe sind weitaus stärker bewaffnet und gepanzert als Raumjägereinheiten, aber für gewöhnlich dadurch auch langsamer und weniger manövrierfähig.

Schiffe dieser Kategorie werden meistens für Außenflankenpositionen oder gegen bewaffnete Kauffahrer, Piraten, Schmuggler und ähnliches mehr eingesetzt. In regulären Schlachten zwischen zwei Flottenverbänden dienen sie lediglich zur Verteidigung, oder aber sie werden zum Schlagen von Lücken in die Reihen von Fregatten und Korvetten eingesetzt. Sie sind zu klein, um eine reale Gefahr für Kreuzer darzustellen und zu unhandlich, um gegen Raumjäger eingesetzt zu werden.


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§ 1.3 Korvetten

Korvetten Bei dieser Schiffsklasse handelt es sich um wahrhafte Allzweckfahrzeuge mit einer Besatzungsstärke von 40 bis 200 Mann an Bord. Eine Korvette ist stabil genug, um einen oder zwei Schüsse durch ein anderes Schiff einstecken zu können und ausreichend stark bewaffnet, um es sowohl mit Raumjägern, als auch mit Fregatten aufnehmen zu können. Ihre Feuerkraft ist sogar so groß, dass sie Kreuzern zumindest ein wenig lästig werden können. Für ihre Größe sind diese Schiffe sehr manövrierfähig. Korvetten werden in der Regel als Systempatrouille und im Bereich des Flottenflankenschutzes eingesetzt.

Schiffe dieser Kategorie verfügen über einen eigenen Hyperantrieb, sind weitaus haltbarer als kleinere Fahrzeuge und können sogar monatelang im Raum verweilen, ohne viel Wartung oder Nachschub zu benötigen.


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§ 1.4 Fregatten

Fregatten Die größeren Raumfahrzeuge, die Fregatten, sind eine evolutionäre Weiterentwicklung der Korvetten. Sie sind viel stärker bewaffnet und normalerweise dadurch jedoch auch langsamer und wenig manövrierfähig. Eine Fregatte kann bis zu 1.000 Mann Besatzung haben. Fregatten dienen dazu, Schiffe der Gefechtslinie gegen Raumjäger und größere Raumfahrzeuge zu schützen und verfügen darüber hinaus über begrenzte Offensiveigenschaften gegen feindliche Kreuzer. Viele imperiale Fregatten führen an Bord auch Raumjäger mit, meist in einer Stärke von bis zu drei Staffeln.

Obwohl man die Sturmfregatte, eine Weiterentwicklung des modifizierten Großkreuzers, als Fregatte bezeichnet, muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass jenes Modell als Kreuzer zu verstehen ist und ihre Besatzung von fast 5.000 Mann an Bord einen nachhaltigen Stärkefaktor darstellt.

Der Immobilizer-418 "Interdictor" wiederum, eher in Form und Bauweise einem Sternzerstörer ähnlich, fällt hingegen unter die Klassifizierung einer Fregatte. Ebenso kennt man als Fregatte, neben der in der gesamten Galaxis präsenten Nebulon B noch die Lancer Fregatte als tüchtiges Schlachtschiff.


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§ 1.5 Kreuzer

Kreuzer Mit der Ausnahme einiger Besonderheiten wie dem Todesstern sind Kreuzer (gemeinhin auch gerne als Zerstörer bekannt) die stärksten Sternenschiffe im Weltraum. Der größte bislang jemals gebaute Kreuzertyp, der Supersternenzerstörer der Executor-Klasse, hat eine Besatzung von mehr als 280.000 Mann an Bord sowie eine atemberaubende Anzahl an schweren Waffen, Deflektoren und Fangstrahlvorrichtungen.

Das Imperium selbst kennt zur Zeit mehrere Klassen von Kreuzern, wobei auch hier die Klassen an sich noch einmal unterschieden werden. Man kennt die regulären Kreuzer, die Angriffskreuzer und die Großkreuzer. Zu der Klasse der Kreuzer gehören die Sternengaleone sowie der alte Dreadnaught. Als Angriffskreuzer führt die imperiale Raummarine zur Zeit nur den Strike Class Cruiser, obwohl auch die Sturmfregatte und der modifizierte Dreadnaught unter dieser Klasse zu subsumieren sind. Zu den Großkreuzern zählen die drei bekannten Bauklassen der Sternenzerstörer und ihre Weiterentwicklungen (Victory-Class Star Destroyer Mk. I und II, Imperator-Class Star Destroyer Mk. I und II, Executor-Class Super Star Destroyer). Ebenso jedoch auch die Raumschiffe der Allianz, allen voran die Mon Calamari-Kreuzer mit den wichtigsten Baureihen MC40, MC80 und MC80a.

Allen Kreuzern liegt ein Kerngedanke zu Grunde: Sind sind dafür ausgelegt, außerordentlich viel einzustecken und im Gegenzug jedoch auch immense Feuerkraft auszuteilen. Sie haben dabei zwei Funktionen: den Gegner so einzuschüchtern, dass er flüchtet oder sich ergibt, und andere Kreuzer zu Raumschrott zu schießen. Normalerweise ignorieren Kreuzer die Angriffe der wie Ameisen wirkenden Raumjäger und überlassen diese Arbeit ihren eigenen Raumjagdverbänden. Vielmehr konzentrieren sie sich darauf, größere Fahrzeuge anzugreifen. Kreuzer können Jahre im All verbringen, ohne ein Dock aufsuchen zu müssen oder neue Vorräte an Bord nehmen zu müssen. Die größeren Kreuzer sind dabei sogar noch in der Lage, als Träger Hunderter von Raumjäger in die Schlacht geführt zu werden.


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§ 2 Kreuzerdesign

Kreuzerdesign Bei der Planung eines Kreuzers versuchen die Konstrukteure, die Bordwaffen so anzuordnen, dass sie möglichst umfangreiche Feuerbereiche abdecken. Dies soll gewährleisten, dass so viele Waffen wie nur möglich jeweils auf ein Ziel ausgerichtet werden können, egal, wo es sich in Relation zum Kreuzer befindet und aufhält.

Die Dreiecksgestalt der imperialen Sternenzerstörer verleiht gerade diesen Fahrzeugen eine exzellente Feuerbereichskonfiguration. Ein enormes Ausmaß an Feuerkraft kann so auf praktische Weise in jedem Winkel ins Ziel gebracht werden. Schwachpunkt dabei ist der Heckbereich, da die Geschützbestückung dort weitaus geringer ist. Daher sind Angriffe, sofern man so nahe an sie herankommt, auf das Heck eines Sternzerstörers immer noch die effektivsten Attacken.

Weniger effektiv sind die aus nichtmilitärischen Schiffen umgewandelten Kreuzer der Allianz. Die Energieknappheit beschränkt die Anzahl der Geschütze, die eingesetzt werden können. Wie viele andere Kriegsschiffe auch verfügen die Mon Calamari-Schiffe über reichlich Feuerkraft nach vorne und über respektable Breitseiten und wie bei vielen anderen Schiffen auch ist der Heckbereich die am schwächsten bestückte Zone.

Wenn Allianzkreuzer Sternenzerstörer zum Kampf stellen, versuchen sie, mit ihren vorderen und seitlichen Geschützen die Rückseite des Sternzerstörers aufs Korn zu nehmen. Aus solchen Positionen können ihre Waffen den meisten Schaden anrichten, während der Feind kaum zurückschießen kann. Wenn man jedoch die hohe Kompetenz und Qualifizierung der meisten imperialen Kommandanten bedenkt, ist dieses Unterfangen wahrhaft schwierig.

Da Kreuzer die stärkste Komponente im Arsenal einer Flotte darstellen, sind Flottengefechtstaktiken darauf ausgerichtet, dass diese Schiffe ihre gesamte gebündelte Feuerkraft möglichst effizient und effektiv gegen die Kreuzer des Feindes zum Einsatz bringen. Alle anderen Schiffe sind dafür zuständig, die Kreuzer zu schützen oder denen des Feindes zuzusetzen.


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§ 3 Die Gefechtslinie und ihre Zusammensetzung

Die primäre Manövereinheit einer Kampfflotte bildet die Gefechtslinie. Eine solche besteht aus 2 bis 15 Kreuzern und beliebig vielen Geleitschiffen und Raumjägern. Gefechtslinien unterstehen dem Kommando des ranghöchsten Commanders, meist einem Flaggoffizier im Stabsoffiziersrang ab Commodore, seltener auch einem Line Captain. Das Schiff des kommandierenden Befehlshabers übernimmt bei jedem Manöver der Linie die Führungsposition in der so genannten Hauptgefechtslinie des Verbands.


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§ 3.1 Kreuzer in der Gefechtslinie

Kreuzer bilden den Kern und das Rückgrat der Gefechtslinie. Sie verfügen über den größten Teil der offensiven Feuerkraft. Andere Schiffe in der Linie sind vor allem mit dem Schutz dieser Fahrzeuge befasst.
Da die verfügbare Feuerkraft in Kreuzern konzentriert ist, besteht ihr wichtigstes Ziel normalerweise in den feindlichen Kreuzern. Falls diese vernichtet werden können, werden ihnen die Fregatten, Korvetten und Raumjäger bald folgen.


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§ 3.2 Raumjägereskorte

Die Raumjägereskorte besteht aus einer beliebigen Anzahl von Raumjägerstaffeln oder -geschwadern, die alle unabhängig voneinander agieren. Sie bewegen sich im Umkreis der Kreuzer und zwischen ihnen und stellen alle feindlichen Fahrzeuge - besonders andere Raumjäger - zum Kampf, die bis in die primäre und sekundäre Gefechtszone der Haupt- und Nebengefechtslinien vorgedrungen sind.


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§ 3.3 Nahunterstützungsfahrzeuge

Die kleineren Kreuzer und die Fregatten der Nebengefechtslinie gewähren den Kreuzern Nahunterstützung. Sie sind dafür zuständig, die feindlichen Fregatten und Raumjäger innerhalb der Abschußzone oder der Sekundärzone der Haupt- und Nebengefechtslinie zum Kampf zu stellen. In der Primärzone der eigenen Linie dürfen sie nicht vorstoßen, um nicht mit eigenen Kreuzern zu kollidieren.
Im Zuge des Gefechtes wechseln diese Schiffe zum Teil oder komplett aus einer defensiven in eine offensive Rolle; sie führen dann eigene Angriffe gegen kleinere feindlichen Schiffe durch oder versuchen, in die Primärzone der feindlichen Gefechtslinie vorzustoßen.


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Gefechtszonen und -linien

Der Wirkungsbereich einer Gefechtslinie -- also der Bereich, in dem sie ihre ganze Feuerkraft entfaltet -- wird in Zonen und Linien eingeteilt. Die Zonen sind rein theoretischer Natur und sollen vorrangig die Einsatzbestimmung und Kommandierung von Gefechtskörpern einer Linie erleichtern. Die darin befindlichen Reichweiten schwanken je nach Zusammensetzung des Flottenverbandes erheblich. Die Linien wiederum sind feste Bestandteile des Gefechtsbereiches und haben keinen theoretischen Hintergrund. Neben der Hauptgefechtslinie gibt es die Nachunterstützungslinie oder Nebengefechtslinie sowie darüberhinaus die Flankenlinien bzw. Raumjagdgefechtslinien. Alle Linien in sich teilen sich nach dem Gefechtszonenmuster.

Gefechtszone

Fernkampfzone: Dabei handelt es sich um die weite Distanz für die stärksten Waffen der Flotte. Auf diese Entfernung konzentriert die Flotte ihr Feuer auf die schwächsten Geleitfahrzeuge, in der Hoffnung, dadurch die feindlichen Kampfunterstützungsfahrzeuge auszuschalten.
Abschusszone: Auf diese Distanz kann die Mehrzahl der Sternenschiffswaffen wirkungsvoll zum Einsatz kommen, aber die feindliche Flotte ist nach wie vor zu weit entfernt für die leichteren Raumjägerwaffen. Raumjäger müssen sich der feindlichen Flotte nähern, um etwas zu bewirken.
Sekundärzone: Auf diese Distanz werden auch die kleineren Schiffe des Feindes gefährlich. Die Kreuzer müssen sich jetzt entscheiden, ob sie sich gegen die Belästigung durch kleinere Schiffe wehren, oder ob sie sich auf ihre Primärziele -- die gegnerischen Kreuzer -- konzentrieren und dabei riskieren, dass ein kleineres Schiff einen Glückstreffer landet.
Primärzone: Falls sie bis in die Primärzone vorstoßen können, haben kleinere Schiffe -- besonders Raumjäger -- einen klaren Vorteil gegenüber den Kreuzern. Mit ihrer Beweglichkeit und Schnelligkeit können sie den Kreuzergeschützen ausweichen, um dann die verwundbaren Stellen gezielt unter Beschuss zu nehmen.


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§ 3.4 Außenflankenpositionen

Dabei handelt es sich in der Regel um Blitzangriffsschiffe. Ihre Aufgabe besteht darin, die Stärke des Feindes herauszufinden, d. h. sie greifen die gegnerischen Linien schon aus geringer Entfernung von der eigenen Gefechtslinie aus an und zwingen sie dadurch, in Gefechtsaufstellung zu gehen, wodurch ihre taktische Beweglichkeit verringert wird.


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§ 3.5 Angriffsraumjagdverbände

Diese Fahrzeuge bilden den zweiten offensiven Schlag der Angriffslinie. Bei einem Standardangriff versuchen sie, die Flanken- und Nebengefechtsbereiche des Feindes zu durchbrechen, um seine Kreuzer direkt anzugreifen.
Einige Taktiker sprechen sich jedoch dafür aus, die Angriffsraumjäger zuerst gegen die feindlichen Raumjäger einzusetzen, und sie danach gegen die Korvetten und Fregatten in Position zu bringen. Sobald diese nämlich ernsthaft beschädigt wären, könnten sämtliche Schiffe der Flotte in die Offensive gehen und die Kreuzer ohne Frucht vor den kleineren Schiffen zum Kampf stellen.


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§ 4 Gefechtslinienmanöver

An dieser Stelle folgen die Erläuterungen der gebräuchlichsten imperialen Gefechtsmanöver. Es ist interessanter Tatbestand, dass es die Menschen entschieden beunruhigend finden, wenn ein Schiff auf dem Kopf zu stehen oder über ihnen zu "hängen" scheint, obwohl der Raum natürlich dreidimensional, aber aufgrund fehlender Gravitation im Weltall natürlich richtungslos ist und damit die Orientierung eines Schiffes von keiner besonderen Bedeutung. Um dem entgegenzuwirken, richten Flotten ihre Schiffe fast immer so aus, dass "unten" für alle in derselben Richtung liegt. Darüber hinaus hat sich die Tradition eingebürgert, dass sich bei Raumschiffbegegnungen ein anfliegendes Schiff so ausrichtet, dass es zum bereits vor Ort befindlichen Schiff passt.
Diese psychologische Marotte führt dazu, dass Sternenschiffschlachten ganz ähnlich verlaufen wie die alten Seeschlachten der paläohistorischen Lexika. Natürlich darf man an dieser Stelle nicht vergessen festzustellen, dass eine Spezies, die sich im dreidimensionalen Raum vollkommen wohl fühlt, einen entscheidenden Vorteil in Raumgefechten gegen Menschen besitzt.


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§ 4.1 Der Schlagabtausch

Schlagabtausch

Dabei handelt es sich um das einfachste und älteste Gefechtslinienmanöver. Die Gegner fahren einfach in Linienformation aneinander vorbei und tauschen dabei Breitseiten aus. Die Schiffe mit den stärksten Deflektoren und Rumpfstärken und der besten Bewaffnung schneiden beim Austausch der Breitseiten am besten ab.


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§ 4.2 Die Pelleaon-Rolle

Pellaeon-Rolle

Dies ist ein Gefechtsmanöver, dass dem Schlagabtausch direkt folgen kann und von Admiral Gilad Pelleaon erstmalig angewandt wurde und daher seinen Namen trägt. Die Linien fahren aneinander vorbei und tauschen Breitseiten aus. Das führende Schiff der angreifenden Linie schwenkt, sobald es diese passiert hat, hinter die feindliche Linie ein und beginnt damit, die Linie von der zweiten Seite aus unter Feuer zu nehmen.


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§ 4.3 Der T-Stoß

T-Stoß

Dies ist ein hochgradig effektives Manöver, wobei die Gefechtslinie im rechten Winkel die Front der gegnerischen Gefechtslinie kreuzt. Alle Kreuzer konzentrieren ihr Feuer dabei auf den feindlichen Führungskreuzer, den sie dabei wahrscheinlich ernsthaft beschädigen werden, während zwei der feindlichen Kreuzer überhaupt kein Antwortfeuer abgeben können.


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§ 4.4 Der Thrawnstoß

Thrawn-Stoß

GAdm Thrawn

Hierbei handelt es sich um ein sehr wagemutiges, auf der Genialität von Admiral Thrawn basierendes Manöver, bei dem die Gefechtslinie direkt das Zentrum der gegnerischen Formation durchstößt. Während des "Stoßes" feuert jedes Schiff auf die feindlichen Einheiten rechts und links von sich und wird sie dabei wahrscheinlich auch sehr schwer beschädigen, während die feindlichen Schiffe nicht oder nur sehr schwach das Feuer erwidern können.
Die besondere Gefahr bei diesem Manöver besteht darin, dass der Feind vielleicht das Führungsschiff außer Gefecht setzt, während es heranrückt. In solchen Fällen müsste die Formation aufgelöst werden um eine Kollision zu vermeiden. Der Grand Admiral setzte dieses Manöver bislang nur zweimal ein, bei der Schlacht von Bilbringi und der Schlacht von Sluis Van, in beiden Fällen jedoch bestand das Führungsschiff aus einer starken Einheit und der Angriff hatte daher Erfolg.



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§ 4.5 Die Rauferei

Rauferei

Hier liegt ein Verzweiflungsmanöver vor, das zur Anwendung kommt, wenn eine Seite der anderen furchtbare Verluste zugefügt hat oder von Anfang an überlegen ist. Die Kampflinien stürmen dabei aufeinander zu und die Schlacht spaltet sich in viele separate Einzelgefechte auf. Schiffe kollidieren vielleicht, oder zwei oder drei Schiffe schließen sich gegen ein feindlichen Schiff zusammen. In einem derartigen Gefecht zwischen kapitalen Schiffen kann einfach alles passieren. Im Grunde wird eine Rauferei von dem Admiral gewonnen, der mehr Glück oder bedeutend mehr Schiffe hat.


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§ 4.6 Der Tarkin-Schwenk

Tarkin-Schwenk

Bei diesem Angriffsmanöver, das nach dem imperialen Grand Moff Wilhuff Tarkin benannt wurde, tut der Angreifer so, als würde er auf eine Rauferei abzielen, bewegt von der Hoffnung, den Gegner dazu zu bringen, dass er seine Formation aufgibt. In letzter Sekunde schwenkt die angreifende Linie jedoch hart herum und bildet eine Breitseitenformation, um dann den anrückenden Feind eben mit jenen einzudecken.
Falls der feindliche Kommandant die Nerven behält und seine Formation dennoch hält, findet er Gelegenheit dazu, nach der Vorbeifahrt des Angreifers hinter ihm einzuschwenken und sein letztes Schiff anzugreifen. Sollte er sich aber hereinlegen lassen und glauben, der Angreifer wollte sich raufen und deshalb seine Formation auflösen, bekommt er ernsthafte Schwierigkeiten.


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